Ziele der Stadtentwicklung

Attraktive Städte zum Leben, Wohnen und Arbeiten

Ältere Menschen in der Innenstadt - Zwei Paare und eine jüngere Dame Demografischer Wandel schon jetzt spürbar? © MIL

Alle Bevölkerungsprognosen zeigen, dass für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ein weiteres Ansteigen des mit "Stadtschrumpfung" und Alterung verbundenen Handlungs- und Investitionsbedarfs erwartet wird. Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) stellt sich den Herausforderungen zur funktionalen Anpassung der Städte an demografische, aber auch ökologische, soziale, kulturelle und ökonomische Anforderungen. 

Integrierte Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik

  • Verknüpfung mit den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Kultur, Forschung und Bildung sowie Einflussnahme auf EU- und Bundespolitik
  • Konzentration und Vernetzung der Ressourcen auf Städte mit Entwicklungspotenzialen und Optimierung der Rahmenbedingungen für die Daseinsvorsorge in den Ankerstädten im Raum
  • Stärkung der Stadt als Wirtschafts- und Arbeitsstandort durch Stabilisierung städtischer und überörtlicher Funktionen. Verbessern der Bedingungen für Arbeiten, Wohnen, Einkaufen, Bildung, Gesundheit, Verwaltung, Kultur und Auslastung der technischen Infrastruktur etc.

Innenstädte

  • Stärkung der Innenstädte, vor allem im Hinblick auf Handel, Dienstleistungen, Kultur und Freizeit
  • Erhalt der historischen Stadtkerne im Rahmen der Stadterneuerung
  • Bildung innerstädtischen selbstgenutzten Wohneigentums und Wohnungsbauförderung im Bestand
  • Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstädte unter Beachtung der stadtverträglichen Verkehrsabwicklung und der Aufenthaltsqualitätvereinfachung

Stadtumbau und Stadtquartiere

  • Gestaltung des Stadtumbaus durch Aufwertung dauerhaft tragfähiger Quartiere, Rückbau nicht mehr benötigter Gebäude, Konsolidierung der Wohnungsmärkte und Unterstützung der Eigenheimbildung in Innenstadtquartieren
  • Weiterentwicklung der Quartiere durch bauliche, arbeitsplatzschaffende, umweltverbessernde oder auf soziale Strukturen wirkende Eingriffe im Rahmen integrierter Programme

Soziale Stadtentwicklung

  • Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements
  • Profilierung des Standortfaktors Stadt durch familienfreundliche Aktivitäten mit Schwerpunkt auf Kinder und Senioren
  • Staatliche Wohnraumförderung grundlegend über das Wohnungsrecht sichern und durch Zahlung von Wohngeldzuschüssen angemessen und familiengerecht fördern
  • Mietrecht für Mieter und Vermieter rechtssicher und transparenter gestalten

Unterstützung kommunaler Planung und Verwaltung

  • Bürgernahes Bauordnungs- und Bauplanungsrecht rechtssicher und transparenter gestalten
  • Unterstützung der Kommunen in ihrer Planungstätigkeit durch Anleitung und Beratung
  • Unterstützung interkommunaler, auch grenzüberschreitender Zusammenarbeit durch Initiierung und fachliche Begleitung von Städtenetzen
  • Stärkung der Kommunalen Selbstverwaltung

Baukultur

  • Stärkung der Lebensqualität in den Städten und des Bewusstseins für die Lebensform Stadt durch eine nachhaltige Bau- und Planungskultur sowie eine kreative Stadtbildpflege beim Umbau der Städte

Bautechnik

  • Alle Gebäude müssen standsicher sein. Darüberhinaus sind der Brandschutz, Wärmeschutz und Energieeinsparung, Schallschutz, Nachhaltiges Bauen sowie barrierefreies Wohnen wesentliche Kriterien 

Energie- und Klimapolitik

  • Erhaltung der Lebensqualität in den Städten durch Energie einsparende und umweltbewusste Maßnahmen an Gebäuden im Kontext des Städtebau- und Wohnungswesens, der Baukultur, der Bautechnik und der Infrastruktur

Weiterführende Beiträge:

  • 70 Millionen Euro für die Städtebauförderung bis 2015

    Kommunen erhalten Planungssicherheit für die nächsten fünf Jahre

    Zehdenick Altstadtbebauung Zehdenick © Mathias Marx

    Die Verwaltungsvereinbarung (VV) mit dem Bund zur Städtebauförderung 2011 ist in Kraft getreten. Danach stellt der Bund rund 35 Millionen Euro für Brandenburg zur Verfügung. Mit dem Eigenanteil des Landes in Höhe von weiteren rund 35 Millionen Euro kann das MIL 70 Millionen Euro bis 2015 für die Städtebauförderung bewilligen.

  • Nachhaltige Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik in Brandenburg

    Neue Herausforderung oder Selbstverständlichkeit?

    Abteilungsleiter Jürgen Schweinberger Abteilungsleiter Jürgen Schweinberger © MIL

    Kaum einem anderes Politikfeld bietet ein größeres Spektrum an Zugängen zum Thema „Nachhaltigkeit“ als der Bereich der Stadtentwicklung und des Bauens. Der Umgang mit dem Bestand gehört genau so dazu wie die städtebauliche Entwicklung neuer Flächen, das Schrumpfen im Zuge des Stadtumbaus und die Reaktivierung von Brachflächen. Die Bandbreite reicht von strategischen Aussagen z. B. in Form eines Masterplanes bis hin zur zyklischen Lebensbetrachtung eines alten Backsteins.

Letzte Aktualisierung: 24.04.2013