Ziele der Wohnungsentwicklung

Attraktive Städte zum Leben, Wohnen und Arbeiten

Altbau und Neubau in der Innenstadt Attraktive Wohnangebote in der Innenstadt © Mathias Marx

Alle Bevölkerungsprognosen zeigen, dass für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ein weiteres Ansteigen des mit "Stadtschrumpfung" und Alterung verbundenen Handlungs- und Investitionsbedarfs erwartet wird. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) stellt sich den Herausforderungen zur funktionalen Anpassung der Städte an demografische, aber auch ökologische, soziale, kulturelle und ökonomische Anforderungen.    

Integrierte Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik

  • Verknüpfung mit den Ressortbereichen Wirtschaft, Soziales, Kultur, Forschung und Bildung sowie Einflussnahme auf EU- und Bundespolitiken
  • Konzentration und Vernetzung der Ressourcen auf Städte mit Entwicklungspotenzialen und Optimierung der Rahmenbedingungen für die Daseinsvorsorge in den Ankerstädten im Raum
  • Stärkung der Stadt als Wirtschafts- und Arbeitsstandort durch Stabilisierung städtischer und überörtlicher Funktionen, verbessern der Bedingungen für Arbeiten, Wohnen, Einkaufen, Bildung, Gesundheit, Verwaltung, Kultur und Auslastung der technischen Infrastruktur etc.

Innenstädte

  • Stärkung der Innenstädte, vor allem im Hinblick auf Handel, Dienstleistungen, Kultur und Freizeit
  • Erhalt der historischen Stadtkerne im Rahmen der Stadterneuerung
  • Bildung innerstädtischen selbstgenutzten Wohneigentums und Wohnungsbauförderung im Bestand
  • Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstädte unter Beachtung der stadtverträglichen Verkehrsabwicklung und der Aufenthaltsqualitätereinfachung

Stadtumbau und Stadtquartiere

  • Gestaltung des Stadtumbaus durch Aufwertung dauerhaft tragfähiger Quartiere, Rückbau nicht mehr benötigter Gebäude, Konsolidierung der Wohnungsmärkte und Unterstützung der Eigenheimbildung in Innenstadtquartieren
  • Weiterentwicklung der Quartiere durch bauliche, arbeitsplatzschaffende, umweltverbessernde oder auf sozialen Strukturen wirkende Eingriffe im Rahmen integrierter Programme

Soziale Stadtentwicklung

  • Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements
  • Profilierung des Standortfaktors Stadt durch familienfreundliche Aktivitäten mit Schwerpunkt auf Kinder und Senioren
  • Staatliche Wohnraumförderung grundlegend über das Wohnungsrecht sichern und durch Zahlung von Wohngeldzuschüssen angemessen und familiengerecht fördern
  • Mietrecht für Mieter und Vermieter rechtssicher und transparenter gestalten

Unterstützung kommunaler Planung und Verwaltung

  • Bürgernahes Bauordnungs- und Bauplanungsrecht rechtssicher und transparenter gestalten
  • Unterstützung der Kommunen in ihrer Planungstätigkeit durch Anleitung und Beratung
  • Unterstützung interkommunaler, auch grenzüberschreitender Zusammenarbeit durch Initiierung und fachliche Begleitung von Städtenetze
  • Stärkung der Kommunalen Selbstverwaltung

Baukultur

  • Stärkung der Lebensqualität in den Städten und des Bewusstseins für die Lebensform Stadt durch eine nachhaltige Bau- und Planungskultur sowie eine kreative Stadtbildpflege beim Umbau der Städte

Bautechnik

  • Alle Gebäude müssen standsicher sein. Darüber hinaus sind der Brandschutz, Wärmeschutz und Energieeinsparung, Schallschutz, Nachhaltiges Bauen sowie barrierefreies Wohnen wesentliche Kriterien 

Energie- und Klimapolitik

  • Erhaltung der Lebensqualität in den Städten durch Energie einsparende und umweltbewusste Maßnahmen an Gebäuden im Kontext des Städtebau- und Wohnungswesens, der Baukultur, der Bautechnik und der Infrastruktur
Letzte Aktualisierung: 17.03.2016