Förderung

Wohnraumförderung

Hochhäuser in Eisenhüttenstadt Wohngebäude in Eisenhüttenstadt © Contextplan

Seit der Föderalismusreform sind die Bundesländer für die Gesetzgebung der Wohnraumförderung zuständig und nicht länger der Bund. Dies bot dem zuständigen Ministerium ab 2007 die Chance, die Wohnungsbauprogramme neu aufzustellen und konsequent an den landespolitischen Erfordernissen auszurichten. Erreicht wurde eine Schwerpunktsetzung für Familien und alte Menschen sowie eine noch stärkere Fokussierung auf innerstädtische Standorte.

Folgende Entwicklungen bei der Nachfrage zeichnen sich ab, auf die das MIL wohnungs- und auch stadtentwicklungspolitisch aktiv reagiert:

  • Durch Verschiebung der Proportionen zwischen jungen, mittleren und älteren Altersgruppen verändert sich das Nachfragegefüge auf den Wohnungsmärkten. Umfangreiche Anpassungen der Wohnungen sind erforderlich.
  • Die Nachfrage nach kleinen Wohnungen steigt, insbesondere auf entspannteren Märkten wird der energetische Standard der Wohnung zu einem wichtigen Nachfragekriterium.
  • Die Wohnung wird verstärkt zum Pflege- und Gesundheitsstandort, ein barrierearmes Wohnumfeld wird wichtiger Nachfragefaktor.
  • Bei Familien und jüngeren Senioren wird die innere Stadt als Wohnstandort an Bedeutung gewinnen, der Bedarf an professionellem Sozial- und Netzwerkmanagement wird zunehmen. Maßnahmen dürfen sich nicht nur auf die pure bauliche Anpassung der Wohnungen beziehen, sondern müssen vielmehr eine logistische Kombination aus Dienstleistungen darstellen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Hilfen im Haushalt und bei Alltagsbewältigung, Freizeitangebote und Pflegemöglichkeiten.

Weiterführende Beiträge:

  • Informationsveranstaltung zur MietwohnungsbauförderungsR

    Podiumsteilnehmer © MIL

    Am 19. April 2016 hat das MIL den im vergangenen Jahr mit den Kommunen und Wohnungsunternehmen des Berliner Umlands begonnenen Dialog fortgesetzt. In Zusammenarbeit mit der ILB wurde über Neuerungen in der Wohnungsbauförderung informiert. Die entsprechende Mietwohnungsbauförderungsrichtlinie hatte Bauministerin Kathrin Schneider vor kurzem in Kraft gesetzt.

  • Neue Richtlinie zur Förderung von Mietwohnungen

    Richtfest einer Gebäudesanierung © MIL

    Ab 2016 werden für den sozialen Wohnungsbau in den nächsten 4 Jahren 100 Millionen Euro jährlich bereitgestellt. Davon können bis zu 30 Millionen als Zuschüsse, der Rest als Darlehen bewilligt werden. Gefördert werden der Mietwohnungsneubau, der generationsgerechte und barrierefreie Um- und Ausbau von bestehenden Mietwohngebäuden sowie die Modernisierung und Instandsetzung.

  • Fortführung der sozialen Wohnraumförderung

    Zwei aneinander grenzende Wohnhausfassaden, eine im Bauzustand und eine bereits fertiggestellte © MIL

    Die Förderrichtlinien zur sozialen Wohnraumförderung wurden fortgeschrieben und in Kraft gesetzt. Damit kann die Förderung bis zum 31.12.2015 fortgeführt werden. Insgesamt 40 Mio. Euro stehen 2014 für die Modernisierung und Instandsetzung, den Mietwohnungsneubau sowie Eigentumsmaßnahmen zur Innenstadtentwicklung zur Verfügung. Die gleiche Summe ist für 2015 geplant.

  • Wohneigentumsförderung wird fortgesetzt

    Starke Innenstädte durch Investitionen in die eigenen vier Wände

    Eigenheim, Bestandshaus im Rohbau mit Richtkrone © A. Hass

    Die Landesregierung wird auch in den kommenden Jahren die Bildung von Wohneigentum in den Innenstädten unterstützen. Eine Grundförderung von 50.000 Euro, unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 100.000 Euro, können Antragstellerinnen und Antragsteller als zinsloses Darlehen erhalten.