Förderung
Wohnraumförderung
Seit der Föderalismusreform sind die Bundesländer für die Gesetzgebung zum Thema Wohnraumförderung zuständig und nicht länger der Bund. Dies bot dem zuständigen Ministerium ab 2007 die Chance, die Wohnungsbauprogramme neu aufzustellen und konsequent an den landespolitischen Erfordernissen auszurichten. Erreicht wurde eine Schwerpunktsetzung für Familien und alte Menschen sowie eine noch stärkere Fokussierung auf innerstädtische Standorte.
Folgende Entwicklungen bei der Nachfrage zeichnen sich ab, auf die das MIL wohnungs- und auch stadtentwicklungspolitisch aktiv reagiert:
- Durch Verschiebung der Proportionen zwischen jungen, mittleren und älteren Altersgruppen verändert sich das Nachfragegefüge auf den Wohnungsmärkten. Umfangreiche Anpassungen der Wohnungen sind erforderlich.
- Die Nachfrage nach kleinen Wohnungen steigt, insbesondere auf entspannteren Märkten wird der energetische Standard der Wohnung zu einem wichtigen Nachfragekriterium.
- Die Wohnung wird verstärkt zum Pflege- und Gesundheitsstandort, ein barrierearmes Wohnumfeld wird wichtiger Nachfragefaktor.
- Bei Familien und jüngeren Senioren wird die innere Stadt als Wohnstandort an Bedeutung gewinnen, der Bedarf an professionellem Sozial- und Netzwerkmanagement wird zunehmen. Maßnahmen dürfen sich nicht nur auf die pure bauliche Anpassung der Wohnungen beziehen, sondern müssen vielmehr eine logistische Kombination aus Dienstleistungen darstellen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Hilfen im Haushalt und bei Alltagsbewältigung, Freizeitangebote und Pflegemöglichkeiten.
Weiterführende Beiträge:
- (Ein)richtfest für "Neue Freundschaft" in Lübbenau
Schick, individuell, passend für jedes Alter
Lübbenaus Bürgermeister, WIS-Geschäftsführer und MIL Abt.-leiter im Quartier "Neue Freundschaft" © MIL Mit einem (Ein)richtfest gab die Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald (WIS) den Sanierungsstart für den ersten von insgesamt vier Wohnblöcken in Lübbenaus Neustadt. Mit dem Umbau der 60er Jahre-Bauten, der mit rund einer Million Euro aus der Wohnraumförderung unterstützt wird, sollen hochwertige Wohnungen mit Terrassen, Aufzügen und individuellen Grundrissen entstehen.
- Antragsannahmestopp für Wohneigentums- und Genossenschaftsförderung
© MIL Die Wohnraumförderung des Landes hat in den zurückliegenden Jahren in der Innenstadtentwicklung erhebliche Akzente gesetzt. Für die gesamte Wohnraumförderung bis 2013 stehen nur noch Mittel i. H. von ca. 20 Mio. Euro zur Verfügung, die bereits komplett mit Fördervorhaben belegt sind. Neue Anträge in der Wohneigentums- und Genossenschaftsförderung können deshalb in absehbarer Zeit nicht berücksichtigt werden. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) nimmt ab sofort und bis auf weiteres keine Förderanträge entgegen.
- Appell zur Sicherung der Wohnungsbauförderung
Minister fordert Klarheit vom Bund
© MIL
Mit einem dringlichen Appell fordert Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger Klarheit vom Bund, über die Höhe der Mittel, die er ab 2014 für die Wohnungsbauförderung zur Verfügung stellt.
- Behindertengerechte Wohnraumanpassung
Förderung wird fortgesetzt
© MIL Menschen können durch Krankheit oder Unfall mit Behinderungen konfrontiert werden, die sich auf ihr Leben, insbesondere auf das in den eigenen vier Wänden, auswirken. Das Land setzt die Förderung fort und unterstützt mit max. 18.000 Euro die behindertengerechte Anpassung von vorhandenem Wohnraum, um Betroffenen die weitere Nutzung und ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung zu ermöglichen.
- Förderverträge für "Dicken Brocken" in Prenzlau
Energetische und generationsgerechte Sanierung rettet denkmalgeschützes Mietwohngebäude
Abteilungsleiter Jürgen Schweinberger bei der Übergabe der Förderverträge © MIL Mit den Schlussworten "mehr kann man nicht erreichen", übergab Abteilungsleiter Jürgen Schweinberger die Förderverträge für die Schwedter Straße 25-29 an Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer und Wohnbau-Geschäftführer René Stüpmann. Rund 4,5 Millionen Euro werden in die energetische und generationsgerechte Sanierung investiert - ein dicker Brocken - der jetzt auf festen Füßen steht.
- Sieger im Fördermittelwettbewerb Mietwohnungsneubau ermittelt
Große Resonanz überrascht Initiatoren
Wohnungsneubau Potsdam © MIL Mit dem im August 2010 erstmals ausgelobten Fördermittelwettbewerb werden Modellprojekte, die zur Nachahmung anregen sollen, bekannt gemacht und mit Fördermitteln unterstützt. Von 44 eingereichten Anträgen wurden 16 Anträge mit insgesamt 336 Wohneinheiten von der Jury für eine Förderung empfohlen.
- Wohneigentumsförderung und energetische Sanierung
Richtlinie "WohneigentumInnenstadtR" tritt in Kraft
© MIL Wer Wohneigentum bilden oder energetisch sanieren möchte wird auch weiterhin von der Landesregierung unterstützt. Mit der Verlängerung der Richtlinie bis Ende 2013 werden nun beide Förderstränge zusammengeführt und die erfolgreiche Förderung fortgesetzt.
- Wohneigentumsförderung
Grund-und Bonusförderung
Erneuerbare Energie © Bialas Im Rahmen der Wohneigentumsförderung für private Haushalte gewährt das Land Brandenburg Zuschüsse für die Bildung von innerstädtischem Wohneigentum; insbesondere durch den Erwerb vorhandenen Gebäudebestands mit anschließender Modernisierung, durch Um- und Ausbau sowie Erweiterung oder durch Baulückenschließung (1. Säule).
- Mietwohnraumförderung
Kurzinformationen aus der Wohnraumförderung
Erhöhte Fördermöglichkeiten © MIR Die Mietwohnraum- und Genossenschaftsförderung sowie die Wohnraumanpassung gehören - neben der Wohneigentumsförderung - weiterhin zu den "Säulen" der Wohnraumförderung. Stichpunktartig sind hier einige wesentliche Neuerungen ab 2009 zusammengefasst:



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