Familien- und generationsgerechtes Wohnen

Ansprüchen aller Bevölkerungsgruppen gerecht werden

Jugendliche treffen sich in Grünanlage vor saniertem Altbau Bewohner vor saniertem Gebäude © Contextplan

Auf den ersten Blick sind Ansprüche an das Leben in der Stadt für alle Menschen relativ ähnlich. Kinder, Eltern, Erwerbstätige, Rentner oder Menschen, die andere Menschen pflegen, stellen aber durchaus unterschiedliche Anforderungen. Das gilt für die Wohnung, das Wohnumfeld, die öffentlichen Verkehrsmittel und die möglichst kurzen Wege. Daneben sind der Arbeitsplatz, die Infrastruktur sowie das Angebot an Kultur, Bildung und Freizeit entscheidend.

Gesamtes Lebensumfeld einbeziehen

Die Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) zielt auf das gesamte Lebensumfeld aller Menschen ab und konzentriert sich in den letzten Jahren zudem auf die Belange von Familien, Senioren und Behinderten.

Ältere Menschen vor StraßenquerungÄltere Menschen vor Straßenquerung © MIR

Damit wird nicht nur dem steigenden Anteil älterer Menschen Rechnung getragen, sondern auch der demografische Wandel strategisch in die Planungen einbezogen. Das Ministerium will eine nachfragegerechte Versorgung unterstützen.

Überschaubar und vertraut

Gefragt sind kleinräumige Organisation von Wohnen, Bildung und Leben im überschaubaren und vertrauten Wohnquartier, sowie die Vernetzung unterschiedlicher Wohn- und Betreuungsformen innerhalb der Wohnquartiere. Entsprechende Strategien werden darauf ausgerichtet, die Angebote für Wohnen, soziale Kontakte, Bildung, Freizeitgestaltung, und die Organisation gegenseitiger Hilfe in einem bestimmten Wohnquartier oder auch einem Stadtteil zu verbessern.

Verlässliche Angebote schaffen

Gehbehinderte Bürger im Rollstuhl im GesprächLebensumfeld älterer Menschen © Mathias Marx

Für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen sind eine unabhängige Beratung und ein verlässliches Angebot an Pflege- und Unterstützungsleistungen im Wohnquartier wichtig. Erfolgreiche Lebensraumkonzepte sind generationenübergreifend angelegt, beziehen unterschiedliche Zielgruppen ein und verknüpfen bauliche und soziale Angebote miteinander.

Ziele nur ressort- und fachübergreifend erreichbar

Die Ziele sind nur zu erreichen, wenn sie ressortübergreifend verfolgt werden. Bei der Entwicklung alters- und generationengerechter Wohnquartiere müssen die Handlungsfelder gleichermaßen mit einbezogen werden:

  • Wohnen und Wohnumfeld
  • soziale Infrastruktur und Dienstleistungen, Gesundheit und Versorgung
  • Partizipation und Beteiligung
  • Kommunikation, Kultur und Bildung 

Alle Beteiligten an einen Tisch

Konferenzraum: Beratungsrunde mit drei PersonenFachberatung © ILB

Es ist wichtig, möglichst Vertreter aller Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um die Ansprüche von Mietern, privaten Wohnungseigentümern, Wohnungswirtschaft, sozialen Trägern mit den städtischen Vorstellungen und Möglichkeiten abzugleichen und Schritte zur Weiterentwicklung festlegen zu können. Dabei können und sollten die unterschiedlichsten Beteiligungsverfahren zum Einsatz kommen. Nur so kann eine Akzeptanz und positive Auseinandersetzung der Bewohnerinnen und Bewohner für und mit den geplanten Projekten geschaffen werden.

Fördermöglichkeiten "ausschöpfen"

Das MIL wird sich weiterhin dafür einsetzen, die Bewohnerinnen und Bewohner, die Wohnungswirtschaft und natürlich die Städte im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen und alle Möglichkeiten des Einsatzes der bestehenden Förderprogramme in der Städtebauförderung, der Wohnraumförderung und integrierter Programme auszuschöpfen.