Wohnen zur Miete

Generationsgerecht zu verträglichen Mieten

Aufgewertete Mietwohnungsbestände in grüner Lage in Prenzlau Aufwertung Mietwohnungsbestände in Prenzlau © Contextplan

Zu den Erfolgen der sozialen Wohnraumförderung gehören ohne Zweifel die wesentliche Verbesserung der qualitativen und quantitativen Wohnraumversorgung. Innerhalb eines Zeitraums von gut zehn Jahren wurde die Versorgung weitgehend an das westdeutsche Niveau angeglichen. Die Verbesserung der Wohnverhältnisse hat dazu beigetragen, die Bindung der Bewohner an die jeweiligen Orte zu stärken.

Aufwertung der Mietwohnungsbestände

Ohne die massive Aufwertung der Wohnungsbestände wäre die Abwanderung noch höher ausgefallen. Darüber hinaus hat die soziale Wohnraumförderung durch die programmatischen Umsteuerungen seit 1997 einen zunehmenden Beitrag zu den Zielen der brandenburgischen Stadtentwicklungspolitik geleistet. Die Förderung hat sich von einer normativen Bedarfsförderung zu einer sozial- und städtebaulich ausgerichteten Strukturförderung gewandelt.

Unterschiedliche Strategien erforderlich

Plattenbauten in EisenhüttenstadtPlattenbauten in Eisenhüttenstadt © Contextplan

Das Land Brandenburg ist hinsichtlich der Wohnungsmarktentwicklung ein "gespaltenes" Land. Es sind unterschiedliche Strategien für das Berliner Umland und den äußeren Entwicklungsraum erforderlich.

Währen es in wachsenden Städten darum geht, Angebotsdefizite insbesondere durch den Neubau sozial gebundender Wohnungen zu reduzieren, gilt es, die schrumpfenden Städte durch städtebauliche Anpassungsmaßnahmen und Stärkung der Zentrumsfunktion zu unterstützen.

Dauerhafte Verbesserung der Wohnverhältnisse

Das Land gewährt Darlehen für die Schaffung von generationsgerechten Mietwohnungen durch Modernisierung und Instandsetzung zu sozial verträglichen Mieten. Zielgruppen sind Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind und Senioren ab 55 Jahren. Dazu zählt auch die Umsetzung neuer Konzepte für Mehrgenerationswohnen, Wohngemeinschaften im Alter oder andere innovative Formen des Zusammenlebens und der Selbsthilfe im Alter.

Hochhaus: Nachträglicher Anbau eines AufzugsNachträglicher Aufzugsanbau © WGH

Das Land gewährt auch Darlehen für den nachträglichen Ein- oder Anbau von Aufzügen mit dem Ziel der Schaffung des barrierefreien Zugangs zu Mietwohngebäuden und -wohnungen in einer besonderen Gebietskulisse. Zielgruppe sind auch hier junge Familien und Senioren.

Für schwerstmobiltätsbehinderte Menschen können in vorhandenen Mietwohnungen die Nutzungs- und Zugangsmöglichkeiten gefördert werden. 

 

Weiterführende Beiträge:

  • Mietpreisbremse am 1. Januar 2016 in Kraft getreten

    sanierter Wohnblock in Oranienburg © MIL

    Zum 1. Januar 2016 ist in Brandenburg die Verordnung zur Mietpreisbremse (Mietpreisbegrenzungsverordnung) in Kraft getreten. Danach darf die Miete in 31 brandenburgischen Kommunen bei Wiedervermietungen die ortsübliche Vergleichsmiete um höchstens 10 Prozent übersteigen.

  • "Karl Marx" neuer Partner des "Potsdamer Modells"

    2. Vereinbarung zur freiwilligen Verlängerung von Mietpreis- und Belegungsbindungen geschlossen

    Blick auf die Gaußstr. 59-61 in Potsdam, balkonseitig Potsdam, Gaußstr. © Wohnungsgenossenschaft Karl Marx

    Das vom brandenburgischen Bauministerium und der Investitionsbank des Landes entwickelte Potsdamer Modell zum Erhalt preiswerten Wohnraums fand bundesweite Beachtung. Eine weitere Darlehensvereinbarung wurde zwischen der ILB und der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ geschlossen.