Wohneigentum

Eigene Häuser und Wohnungen sind gefragt

Junge Familie vor Eigenheim im Sanierungsgebiet Henningsdorf Familie vor Eigenheim im Sanierungsgebiet Henningsdorf © ILB

Begünstigt durch Haushaltsneugründungen durch geburtenstarke Jahrgänge bis 2010 wird die Zahl der Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern im Land Brandenburg bis zum Jahr 2020 weiter zunehmen. Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) will diese Nachfrage gezielt für die Stärkung und Stabilisierung der Innenstädte sowie den dauerhaft stabilen Stadtgebieten im Land Brandenburg nutzen.

Förderung von selbst genutztem Wohneigentum

Eine Förderung von selbst genutztem Wohneigentum ist in allen innerstädtischen Sanierungs- und Entwicklungsgebieten sowie in den ausgewiesenen "Vorranggebieten Wohnen" möglich. Ziel der Förderung ist die Stärkung der Innenstädte und die Schaffung und Erhaltung sozial stabiler Bewohnerstrukturen. Die Nutzung von vorhandenem Wohnungs- und Gebäudebestandes steht dabei im Vordergrund.

Die privaten Haushalte erhalten für 10 Jahre zinslose Darlehen für 

  • den Erwerb oder bereits genutzten Gebäudebestandes, sofern damit Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen von mindestens 500 Euro je Quadratmeter mit anschließender Modernisierung,
  • Um- und Ausbau sowie Erweiterung bestehender Gebäude oder
  • Neubau oder Ersterwerb in Form von Baulückenschließung.

Für eine behindertengerechte Anpassung des schon genutzten Wohneigentums können Zuschüsse beantragt werden. Mehr Informationen dazu finden Sie in der rechten Box "Externe Links" und behindertengerechte Anpassung.

Bauarbeiter mit Helm beim HausbauEigentum schaffen © MIR  Anschubfinanzierung für Investoren

Für Investoren ist eine Anschubfinanzierung zur Herrichtung von innerörtlichen Bestandsgebäuden möglich. Zusätzlich ist auch der Neubau von Wohngebäuden als Baulückenschließung zur Beseitigung städtebaulicher Missstände förderfähig.

Ziel ist aber immer die Veräußerung als selbst genutztes Wohneigentum.

Modellvorhaben zur Weiterentwicklung von Wohnformen

In der Wohneigentumsförderung werden als Modellvorhaben gemeinschaftliche Wohnformen erprobt und weiterentwickelt, zum Beispiel für ältere Menschen mit und ohne Betreuungsbedarf.

Zukunftsgerichtete Wohnraumversorgung

Zwei Kinder auf dem SchulwegAuch kurze Wege für Kinder © Jan Ouwerkerk

Bei allen Tendenzen zum "Lebensabschnittswohnen" bleibt nach wie vor ein bekanntes Argument bestehen: Wohneigentum bedeutet Altersvorsorge und Sicherheit durch mietfreies Wohnen. Wohneigentum in der Innenstadt ist und bleibt eine gute Investition, zum Beispiel auch für junge Familien, die Weitblick in die Zukunft haben. Sie profitieren heute vom kurzen Schulweg der Kinder und bleiben später, wenn der Nachwuchs aus dem Haus ist, einfach dort wohnen, um medizinische Versorgung und Einkaufen auch im Alter ganz in der Nähe zu haben.