Baukultur

beginnender Schulneubau in Mahlow © MIL

Unsere gebaute Umwelt verändert sich ständig: Altes verschwindet, Neues kommt hinzu, die vorhandenen Bauten, Stadtquartiere und Siedlungsstrukturen werden umgestaltet und es gibt immer wieder neue Nutzer.

Die Qualität des Gebauten ist häufig Gesprächsthema: Gutes Bauen macht einen Ort schöner, stärker und unverwechselbarer. Bauen kann aber auch Orte und sogar Landschaften verunstalten und ihnen den besonderen Charakter nehmen. Das gilt für öffentliche Bauherren, aber auch für Bürger und Unternehmen.

Baukultur ist zunächst Sache der Eigentümer und Bauherren. Ihr Verständnis und ihre Wertschätzung entscheiden letztlich, welche baulichen Qualitäten bewahrt und entwickelt werden können. Planer, Bauwirtschaft und Handwerk haben großen Einfluss darauf, wie gebaut wird. Gutes Planen und Bauen hängt fast immer von der richtigen Vorbereitung ab. Angefangen von der Rahmensetzung durch die Gemeinde über die Mitwirkung der Betroffenen bis zum Qualitätswettstreit um die beste Lösung der gestellten Aufgabe, etwa im Rahmen eines Wettbewerbs.

Baukultur bedeutet fast immer auch „Planungs- und Verfahrenskultur“:

  • Wie geht die Gesellschaft mit neuen Aufgaben bei der Entwicklung ihrer Städte und Gemeinden um?
  • Welche Wege sollen planende Gemeinden und Bauherren gehen, um letztlich gute Ergebnisse zu erreichen?
  • Wie kann der Anspruch auf Qualität bei den Bauvorhaben konkret eingelöst werden?

Die Planungs- und Bauaufgaben in den Städten und Gemeinden verändern sich. Neue Verfahren und Vorgehensweisen müssen deshalb entwickelt und erprobt werden. Zum praxisnahen Wissens- und Erfahrungsaustausch führt das MIL Gutachten, Fachtagungen und Veranstaltungen durch. Es unterstützt den Diskurs zwischen Kommunen, Planern und privaten Bauherren zu verschiedenen Schwerpunktthemen.

Weiterführende Beiträge:

  • Planungswettbewerbe

    Ausschnitt aus dem Planungsmodell Friedrich-Ebert-Str. in Eberswalde Wettbewerb F.-Ebert-Str. Eberswalde © MIL

    "Mit Wettbewerben zu mehr Qualität" ist ein Leitsatz der Baukultur. Deswegen sieht das MIL die Durchführung von Planungswettbewerben als den besten Weg zu guten Planungen für Städtebau, Architektur und Ingenieurbau.

  • Preise der Baukultur

    Bessere Qualität durch Wettbewerbe

    Zeichnungen und Pläne zum Realisierungswettbewerb Neugestaltung und Erweiterung Museum Neuruppin Wettbewerb Museum Neuruppin © MIL

    Um Qualität deutlich zu machen und neue Lösungsansätze zu befördern, braucht es Ideenwettbewerbe und Preise, mit denen herausragende baukulturelle Leistungen gewürdigt werden.

  • Bürgerbeteiligung

    MitReden - MitMachen - MitRegieren

    Personen vor Verkehrsschild "Achtung" Gestalten wollen! © Stadt Luckenwalde

    Bürgermitwirkung hilft, baukulturelle Qualitäten zu sichern. Besonders wichtig ist es, neben den bereits Engagierten verstärkt auch junge Menschen und „Laien“ für ihre gebaute Umwelt, deren Entwicklung und vorhandene Gestaltungsmöglichkeiten zu interessieren und zur Mitwirkung zu gewinnen.

  • (Bau-) Kulturland Brandenburg

    Kulturland-Logo 2016 © KLB

    Das MIL unterstützt Städte und Gemeinden, Verbände und Initiativen, die sich mit ihren Bau- und Raumthemen in die jährlichen Themenjahre von Kulturland Brandenburg einbringen wollen. Die Kulturlandjahre helfen den Brandenburgern und ihren Gästen, die über Jahrhunderte gewachsene Städte- und Siedlungslandschaft, ihre gebaute Vielfalt, ihre Geschichte und ihre Gegenwart kennen und verstehen zu lernen.

  • Die Stadtentdecker

    Stadtentdecker in Luckenwalde © MIL

    Mit einem Förderprogramm und der Architektenkammer als Partner unterstützt das MIL Schulprojekte, in denen sich Kinder und Jugendliche mit ihrer Stadt auseinandersetzen, die bauliche Struktur erforschen und die mögliche weitere Entwicklung mit der Stadtpolitik erörtern.

  • lokale und regionale Baukultur

    Dachdecker © MIL

    Gutes Planen und Bauen ist ein Thema der Städte und Gemeinden. Dabei ist eine starke „lokale Identität“ für die Entwicklung als Wohnstandort, für die wirtschaftliche Zukunft und letztlich auch für die Infrastruktur, die jeder Ort braucht, hilfreich. Das MIL unterstützt die Bemühungen der Gemeinden und Städte, gutes Planen und Bauen zu einem öffentlichen Thema zu machen und in der eigenen Zuständigkeit als Vorbild zu wirken.

  • Sonstige Fachthemen

    bunte Bausteine © MIL

    Baukultur ist mehr als schöne und alte Bauten! Beim Umgang mit der gebauten Umwelt und ihrer Weiterentwicklung geht es oft um Instrumente, Strategien und Verfahren, die für jede Aufgabenstellung anders aussehen können. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Kontakte

Referat 22: Bautechnik, Energie, Bau- und Stadtkultur
Hans-Joachim Stricker
Tel.: 0331-866 8132
Leonie Eilers
Tel.: 0331-866 8336

Termine

  • 23.07.2016 Eröffnung der Ausstellung „Als ob alle Tage Sonntag wäre“ zur den im Stadtbild erhaltenen Arbeitsergebnissen der Kolonie Gildenhall an verschiedenen Orten im Stadtkern von Neuruppin; Beginn um 14:00 Uhr
  • 02.09.2016: Baukulturgespräch vor Ort - Turmberg Lebus, Visualisierung der Bischofsburg; Beginn um 16:00 Uhr in Lebus
  • 28.09.2016: Fachtagung "Baukultur und Innenstadt - Gestaltung öffentlicher Räume"; Beginn um 9:00 Uhr in Potsdam; Infos dazu