Umbau des Schönefelder Kreuzes an der BAB A 10 und A 113

Luftaufnahme Autobahn: Schönefelder KreuzSchönefelder Kreuz Der Umbau des Schönefelder Kreuzes diente dazu, den Knotenpunkt dem stark  zugenommenem Verkehrsaufkommen entsprechend auszubauen.

Die Verkehre nach Berlin und in Richtung Dresden werden heute über Halbdirektrampen, so genannte Überflieger, geleitet. Auf diese Weise lassen sich die abbiegenden Verkehrsströme ohne Verflechtung führen und die Kapazitäten steigern.

Die in das Autobahnkreuz eingeführten Halbdirektrampen ermöglichen einen geringeren Flächenverbrauch als andere Ausbaualternativen. Ein wesentlicher baulicher Eingriff in die ökologisch sensiblen Rieselfelder konnte damit vermieden werden. Darüber hinaus sorgen Blendelemente auf den Halbdirektrampen dafür, dass das Biotop nicht durch Blendwirkungen der Fahrzeuge gestört wird.

Die besondere Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme ergab sich aus einer abgestimmten temporären Verkehrsführung: Sie machte ein ständiges Wechseln der Fahrbeziehungen notwendig, hielt den Bauverlauf jedoch kontinuierlich aufrecht. Der Verkehr wurde in einzelnen Bauphasen zudem über die nahe gelegenen Anschlussstellen des Schönefelder Kreuzes umgeleitet. Die erreichte Baufreiheit im  Inneren des Autobahnkreuzes ermöglichte eine Verkürzung der Bauzeit von 18 Monaten. Einen entscheidenden Beitrag dazu leistete die Zusammenarbeit zwischen der Bauverwaltung und der ausführenden Firma.

Neben den Brücken- und Straßenbauwerken war auch die Errichtung neuer Lärmschutzwälle notwendig. Das anstehende Erdmaterial sollte wieder verwendet werden, besaß aber nicht das erforderliche Tragverhalten. Deshalb wurde z. B. ein Damm mit „Lebend Bewehrter Erde" unter Verwendung von Pflanzmaterial aus Weidenruten ausgeführt. So die erforderliche Dammhöhe  auf der verfügbaren Breite erreicht werden.

Nach der Fertigstellung erhielt der Umbau des Schönefelder Kreuzes den Landesbaupreis Brandenburg 2002 in der Kategorie „Baumaßnahmen des kommunalen und übrigen Tiefbaus mit gelungenen Ingenieurtechnischen Lösungen".

Fazit

Die optimierte temporäre und wechselnde Verkehrsführung brachte kurze Bauzeiten und eine deutliche Kostensenkung. Zudem konnte in hohem Maße Aspekten des Umweltschutzes durch verkehrstechnisch optimierte Lösungen Rechnung getragen werden.

 

Letzte Aktualisierung: 18.04.2017

Externe Links

Landesbetrieb Staßenwesen (LS)