Beteiligungsverfahren entwickeln und gestalten

Wie gehe ich vor?

Für keinen Beteiligungsprozess gibt es die Patentlösung. Das Vorgehen hängt von den Zielen ebenso ab wie von den vorhandenen personellen und finanziellen Möglichkeiten und von der Anzahl der Menschen, die man erreichen will.

Der Erfolg des Verfahrens sollte sich nicht unbedingt am Ergebnis bemessen: Ein Beteiligungsprozess ist mitunter schon dann erfolgreich, wenn eine möglichst breite Öffentlichkeit möglichst früh erreicht wird und ein Maximum an Transparenz und Verbindlichkeit entsteht. Akzeptanz oder die Aushandlung von Kompromissen im Konfliktfall können darauf aufbauen.

Einige Fragen und Aufgaben stellen sich unabhängig davon, ob der Beteiligungsprozess von Politik und Verwaltung organisiert oder aus der Bürgerschaft und/oder der Zivilgesellschaft heraus angestoßen wird:

  • Welche Stufen der Beteiligung gibt es? weiter
  • Welche Phasen gibt es? Wie lässt sich der Prozessablauf planen? weiter
  • Wann ist welche Methode geeignet? weiter
  • Wie lassen sich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit gestalten? weiter
  • Welche Grenzen sind zu beachten? weiter
  • Welche Stolpersteine können auftreten? weiter
  • Welche kommunalen Leitlinien gibt es bei der Gestaltung des Verfahrens? weiter
  • Welche Goldenen Regeln helfen bei der Gestaltung des Verfahrens? weiter

Darüber hinaus sind auch unterschiedliche Beteiligungsgegenstände und diverse Spielregeln zu beachten.

Je konkreter das Beteiligungsthema, desto höher häufig das Interesse, manchmal auch die Bereitschaft zum Protest bei der Bürgerschaft. Umgekehrt sinkt allerdings die Möglichkeit der Einflussnahme bei der Planung, je näher die Umsetzung rückt.

Urbanizers I Stadt+Dorf

  • Gegenstand und Zeitpunkt sind maßgeblich dafür, ob eine informative, eine konsultative oder eine kooperative Beteiligung stattfinden kann.
  • Damit Beteiligung wirksam sein kann, muss rechtzeitig informiert werden. Eine Gemeinde kann z.B. eine Vorhabenliste erstellen und diese öffentlich zugänglich machen.
  • Welche Art der Beteiligung vorgesehen ist und welche Einflussmöglichkeiten tatsächlich bestehen, sollte deutlich formuliert werden.
  • Einschränkungen und Vorfestlegungen müssen ebenfalls klar sein.
  • Beteiligungsprozesse müssen verbindlich sein! Wer Ergebnisse in der Schublade verschwinden lässt und gemeinsam Erarbeitetes nicht umsetzt, enttäuscht das Vertrauen der Mitwirkenden.

Praxisbeispiele

Zahlreiche Praxisbeispiele zum Thema Bürgerbeteiligung
finden Sie hier...


Externe Links

Bundesnetzwerk bürgerschaftliches
Engagement

Städtenetzwerk Lokale Demokratie -
vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.

Bürgerbeteiligung -
BertelsmannStiftung

Methoden der Bürgerbeteiligung -
Stiftung Mitarbeit

Netzwerk Bürgerbeteiligung -
Stiftung Mitarbeit

Praxishilfen und Checklisten -
Strategiegruppe Partizipation

Handbuch Partizipation -
Land Berlin

Ergebnisse des Bundes - Forschungsvorhaben
„Kommunale Kompetenz Baukultur“