Move on Green-Projekt erfolgreich abgeschlossen

(MOG) Move on Green: Mobilität im ländlichen Raum

© MIL

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung war von 2012 bis 2014 Partner in dem INTERREG IVC-Projekt Move on Green, das sich mit nachhaltiger  Mobilitätsgestaltung in  strukturschwachen ländlichen Räumen auseinander gesetzt hat.

Ziel des Projektes war ein internationaler Erfahrungsaustausch zu Fragen der Mobilitätssicherung in schwach besiedelten Räumen, der es vor allem ermöglichte, über den Tellerrand zu schauen, von seinen Nachbarn zu lernen und die Übertragbarkeit guter Ansätze zu prüfen.

Unter der Federführung der spanischen Provinz Teruel beteiligen sich an dem Projekt die folgenden 13 Partner aus 10 Ländern:

  • Provinz Teruel (Spanien)
  • SODEBUR - Entwicklungsgesellschaft der Provinz Burgos (Spanien)
  • Region Thessalien (Griechenland)
  • Region Epirus (Griechenland)
  • Shetland-Inseln (Großbritannien)
  • Euromontana (Belgien)
  • regionale Innovationsagentur Transdanubien (Ungarn)
  • Regionalmanagement Burgenland (Österreich)
  • BSC – Business Support Centre Kranj (Slowenien)
  • Regional- und Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft West Pannon (Ungarn)
  • Planungsregion Vidzeme (Lettland)
  • Region Podkarpackie (Polen)
  • Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (Deutschland)

Im Rahmen des Projektes wurden seitens dieser Partner eine Vielzahl innovativer Ansätze einer gleichermaßen umweltverträglichen, effizienten und nutzerfreundlichen Verkehrspolitik vorgestellt, diskutiert und bewertet, die nun auch online in einer Broschüre („Beispiele von bewährten Modellprojekten…“) zur Verfügung stehen.

Die Region Brandenburg, vertreten durch die Verkehrsabteilung des MIL, konnte in das Projekt eine Reihe von Aktivitäten einbringen, die von den Partnern als wichtig und vorwärtsweisend anerkannt wurden, z.B.

  • den Modellversuch Kombibus aus der Uckermark,
  • das Modellprojekt Jugendmobil u.a. mit dem Mitfahrnetzwerk flinc die auch als ausführliche „good-practice-Beispiele“ eingebracht wurden, sowie
  • den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg VBB als koordinierende Klammer in der Hauptstadtregion
  • das Projekt 48 Stunden Brandenburg des VBB
  • Bürger- und Rufbusse,
  • das Projekt Aktiv und Mobil, etc.

Diese Vielzahl von Ansätzen zeigt, dass Brandenburg im Bereich der Organisation von Mobilität im ländlichen Raum bereits sehr aktiv und auch innovativ ist. Dies hat sich in der Zusammenarbeit im Projekt auch bestätigt. Im Ergebnis des Projektes konnten jedoch auch die Brandenburger Teilnehmer, insbesondere regionale Akteure der ÖPNV-Aufgabenträger aus den Landkreisen, viele wertvolle Anregungen und Ansätze mitnehmen bzw. weitergeben. Dies bestrifft u.a. Ansätze zu flexiblen Bedienformen und den hierfür möglichen Organisationsformen, sowie Ansätze zur Kopplung unterschiedlicher Verkehre.

Darüber hinaus wurde im Ergebnis der Erfahrungen und Diskussionen zwischen den Projektpartnern auch ein Leitfaden zum Thema nachhaltige Mobilität entwickelt. Er soll dabei helfen, die Bedeutung von nachhaltiger Mobilität in ländlichen Räumen zu verdeutlichen und angemessene Lösungen für ihre Verbesserung zu finden.

Weitere Informationen zu dem Projekt sind auf der offiziellen Webseite des Projektes unter www.moveongreen.eu erhältlich.


 

Weiterführende Beiträge:

  • Move on Green – Schlusskonferenz

    Move on Green stellt Ergebnisse vor

    © MIL

    Am 15. September 2014 fand in Brüssel die Schlusskonferenz des INTERREG IV C Projekts Move on Green statt, das sich mit nachhaltiger Mobilitätsgestaltung in ländlichen Räumen befasst. In dem Projekt arbeiten 13 Regionen aus 10 europäischen Mitgliedsstaaten zusammen.

  • Projektmitglieder erleben Brandenburg

    Interreg IV C-Projekt „Move on Green“- Workshop in Brandenburg

    Projektmitglieder besuchen den Hafen KWH © MIL

    Im Rahmen des Projektes Move on Green (MOG) war diesmal Brandenburg Gastgeber eines internationalen Workshops, bei dem sich 13 Partnerregionen aus 10 Ländern zum Thema einer bedarfsorientierten und nachhaltigen Mobilität zur Sicherung und Entwicklung des ländlichen Raums austauschten. Bei einer Exkursion mit Präsentationen regionaler Verkehrsprojekte erhielten die Teilnehmer auch einen Einblick in die brandenburger Praxis.

  • Fahrgäste aus der Uckermark gemeinsam mit Wurst und Käse

    Expertengruppe aus Ungarn besucht KombiBUS

    Kombibus Uckermark © Interlink GmbH

    Eine Expertengruppe aus Ungarn besuchte im Rahmen des MOG-Projektes den Landkreis Uckermark. Dort befördert ein Bus nicht nur Personen, sondern übernimmt auch den Transport von Post und Gütern. Der Busverkehr soll als mobile Versorgungsinfrastruktur einen zusätzlichen Beitrag zur Daseinsvorsorge im ländlichen Raum leisten.

  • Brandenburger besuchen Erfolgsprojekt

    Südliches Burgenland setzt auf "Dorf-Bus"

    MOG Burgenland © Martina Jauck, Mobilitätszentrale Burgenland

    Der gemeinsame Dorfbus von vier Kleingemeinden im Südburgenland war zunächst ein Modellversuch. Er soll das eher schwache Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in den Gemeinden ergänzen. Eine Delegation aus Vertretern verschiedener Landkreise Brandenburgs in Begleitung des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft hat jetzt das kommunale Nahverkehrsprojekt besucht.