Grenzen

Die Erfolgsaussichten von Beteiligungsverfahren können in bestimmten Fällen begrenzt sein. Das bedeutet nicht, dass Beteiligung dann von vornherein sinnlos ist, aber die Erwartungen sollten realistisch sein, und gegebenenfalls sollten die Voraussetzungen verbessert werden.


Aufgestellte Absperrgitter © H.-J. Stricker  

  • Kein ausreichender Handlungs- und Gestaltungsspielraum!
    Diejenigen, die sich beteiligen, müssen auch etwas bewirken können (es sei denn, es geht um eine rein informative Beteiligung). Gesetzliche Regelungen, Normen und Standards, die das Ergebnis beeinflussen, müssen vor beginn des Verfahrens offengelegt werden – ebenso finanzielle Restriktionen oder bereits getroffene Festlegungen.
  • Verhärtete Fronten!
    Ein Beteiligungsverfahren setzt auch immer eine gewisse Kompromissbereitschaft voraus. Wenn sich gegensätzliche Positionen oder Werte unvereinbar gegenüberstehen, kann ein Beteiligungsverfahren erschwert bis unmöglich gemacht werden. Die „Unterlegenen“ stellen am Ende oft die Legitimität des gesamten Verfahrens in Frage.
  • Fehlender Rückhalt in Politik und Verwaltung!
    Politik und Verwaltung müssen in Mitwirkungsverfahren erarbeitete Ergebnisse berücksichtigen, mittragen und umsetzen. Wo die Bereitschaft dazu fehlt, weil Einschränkungen der eigenen Entscheidungsmacht befürchtet oder auch nur zeitlicher und finanzieller Mehraufwand befürchtet werden, sind die Aussichten für Beteiligung nicht gut.

Praxisbeispiele

Zahlreiche Praxisbeispiele zum Thema Bürgerbeteiligung
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Externe Links

Handbuch Partizipation - Land Berlin

Strategiegruppe Partizipation

Bürgergesellschaft - Stiftung Mitarbeit