Schnellreparatursystem für Betonfahrbahnen

Auf der A 9 wird ein Schnellreparatursystem für Betonfahrbahnen erprobt

Schnellreparatursystem Betonplomben © LS, Prof. Anger

Autofahrer haben in den letzten beiden Juliwochen nächtliche Bauarbeiten auf der A 9 wahrnehmen können. Zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns, Niemegk und Brück wurden schadhafte Bereiche an der Fahrbahn entfernt und mit so genannten „Betonplomben“ repariert. Diese Arbeiten wurden nachts ausgeführt, um die Autobahn am nächsten Tag wieder ohne Einschränkungen befahrbar zu haben.

Hierbei handelt es sich um ein neues Instandsetzungsverfahren, mit dem in kürzester Zeit Reparaturen an Betondecken erledigt werden können, vorzugsweise in verkehrsarmen Zeiten. Dieses innovative Verfahren hat das BMVBS im Rahmen des Forschungsprogramms „Straße im 21. Jahrhundert“ entwickeln lassen. Projektträger ist die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).

Warum sind derartige neue Verfahren nötig? Seit einigen Jahren treten vorzeitig Schäden an den Straßenkonstruktionen auf, die u. a. auf die steigenden Verkehrsbeanspruchungen zurück zu führen sind. Bei Betonfahrbahnen, die das Brandenburger Autobahnnetz in großen Teilen prägen, sind diese Schädigungen meist frühzeitig an den Fugen und Fugenkreuzen erkennbar. Zu diesem Zeitpunkt kann ein derartiges Schnellreparatursystem den Schadensfortschritt hemmen.

Bereits im Herbst 2012 wurde eine erste Charge Betonplomben auf der A 9 eingebaut, um baupraktische Erfahrungen zu sammeln. Zwischenzeitlich konnte das Fertigteilsystem weiter in Richtung Marktreife entwickelt werden. 

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