Denkmal des Monats steht in Treuenbrietzen

Gebäudeausschnitt des sanierten Heimatmuseums in Treuenbrietzen Heimatmuseum Treuenbrietzen © Sabine Zobel

Die Geschichte des markanten Turmbauwerks am Stadteingang von Treuenbrietzen reicht bis in das Jahr 1352 zurück. Als Kapelle zum Heiligen Geist belegbar erwähnt, erhielt es mit einem Umbau ab 1936 seine heutige Form und beherbergt seitdem das Heimatmuseum. Fördermittel aus dem Denkmalschutzprogramm ermöglichten die Sanierung des Wahrzeichens, das am 28. Januar 2015 als Denkmal des Monats ausgezeichnet wurde.

Im 13. Jahrhundert als Turm an der Stadtmauer errichtet, könnte die darin befindliche, 1352 erstmals als Heilig-Geist-Kapelle erwähnte Religionsstätte, zugleich das älteste Hospital der Stadt Treuenbrietzen gewesen sein. Das Hospitalwesen zerfiel mit den religiösen und sozialen Umwälzungen des 16. Jahrhunderts und damit auch die Kapelle zum Heiligen Geist. Sie existierte weiter als Ruine bis ein 1936 begonnener Umbau sie vor dem Abriss rettete. 1939 präsentierte sich das restaurierte Gebäude mit einem Fachwerkgeschoss und Kegeldach und öffnete als Heimatmuseum seine Türen.

Auf der Grundlage eines Sanierungsgutachtens und finanzieller Unterstützung aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in Höhe von insgesamt 130.000 Euro (Bund/Land 104.000 Euro und Kommune 26.000 Euro) konnten im Jahr 2014 weitere Sanierungsmaßnahmen ermöglicht werden. So wurden u.a.

  • schadhafte Hölzer der Fachwerkkonstruktion ausgetauscht,
  • die Gebäudehülle denkmalgerecht ertüchtigt, fachgerecht modernisiert, instandgesetzt und nach restauratorischer Befundung farblich gefasst,
  • Gefache erneuert, 
  • Fenster aufgearbeitet und
  • gebrochene Formsteine erneuert.

Seit 2012 wird das Heimatmuseum durch den örtlichen Heimatverein betrieben. Er bietet Interessierten die Möglichkeit für einen Ausstellungsbesuch mit heimatkundlichen Exponaten und lädt zu kleinen Kulturveranstaltungen ein.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.