Barrierefreies Wohnen im Kleinmachnower Ortszentrum

Neubau mit 52 Mietwohnungen im Ortszentrum von Kleinmachnow Kleinmachnow, Neubau im Zentrum. © gewog

Die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum wächst, auch im von Einfamilien- und Reihenhäusern geprägten Kleinmachnow. Die gemeindliche Wohnungsgesellschaft Kleinmachnow mbH (gewog) hat darauf reagiert, eine Brachfläche bebaut und 52 barrierefreie Mietwohnungen im Ortszentrum geschaffen. Ein Vorzeigeprojekt entschied die Jury, das seit 15. Februar 2015 das BBU-Qualitätssiegel trägt.

Die von der gewog errichteten Mietwohnungen befinden sich am östlichen Eingang der Bosch-Siedlung, in enger Nachbarschaft zum nach der Wende neugebauten Ortszentrum Kleinmachnows. Hier sind auch das Rathaus, ein Einkaufszentrum, die Sparkasse, gastronomische und Versorgungseinrichtungen sowie eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe angesiedelt.

Auf einer 6.000 Quadratmeter umfassenden Brachfläche entstand ein zusammenhängendes Ensemble von drei zweigeschossigen Gebäuden mit 52 Wohnungen, einer Gewerbeeinheit für einen Pflegedienst, einem Gemeinschaftsraum sowie 42 Parkplätzen. Nicht nur der Zugang zu den Wohnungen ist barrierefrei, auch die Räumlichkeiten selbst sind altersgerecht und barrierefrei gestaltet, so dass die Mieter sich sowohl mit dem Rollator, als auch mit dem Rollstuhl in allen Bereichen frei bewegen können. Die 38 Zweiraum-Wohnungen verfügen über 56 Quadratmeter, die 14 Dreiraum-Wohnungen bieten Platz auf 80 Quadratmetern. Jede Wohnung ist zudem mit einem Balkon oder einer Terrasse ausgerüstet.

Das Wohnen in einer Wohnungsgemeinschaft ermöglichen zwei im Erdgeschoss gelegene Wohneinheiten, die jeweils über zwei getrennte Bäder verfügen. Durch den Einsatz einer Geothermieanlage in Verbindung mit einem Blockheizkraftwerk und einer Lüftungsanlage erreicht der Neubau den KFW Effizienzhaus 40 Standard, der sich zugleich in den mieterfreundlichen warmen Betriebskosten von nur 0,50 €/m² Wohnfläche niederschlägt. Die Nettokaltmieten betragen 8,50 €/m² Wohnfläche, die kalten Betriebskosten 1,50 €/m² Wohnfläche. Für Serviceleistungen kommen noch 1,25 €/m² Wohnfläche dazu. Die Wohnungen sind alle vermietet.

Rund 7,0 Mio. Euro betrug die Investitionssumme für das Neubauvorhaben, dessen Finanzierung über Eigenkapital und Fremdfinanzierung erfolgte. Die Finanzierungsbestandteile sind:

  • 2,6 Mio. Euro über das KfW-Neubauförderprogramm Effizienzhaus 40,
  • 2,7 Mio. Euro aus dem Brandenburg-Kredit-Programm Energieeffizient Bauen der ILB,
  • 1,1 Mio. Euro aus Eigenkapital der gewog und
  • 0,4 Mio. Euro als Zuschuss der Gemeinde.

Bei kontinuierlicher und planmäßiger Refinanzierung der ausgereichten Darlehen erhält die gewog einen Tilgungszuschuss in Höhe von 260.000 Euro von der KfW und von 130.000 Euro von der ILB.

Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ wird monatlich vom BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Für die Wohnungsunternehmen sind auch Stadterneuerung und Aufwertung zentrale Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft „Innenstadtforum Brandenburg“, der Bundestransferstelle Stadtumbau Ost sowie dem MIL besteht.

 

Externe Links