Denkmal des Monats März: Burgmühle in Brandenburg

Burgmühle nachher © Stadt Brandenburg

Die natürliche Lage an der Havel und andere staubare Flüsse boten den Bau von Wassermühlen in der Region quasi an. Bereits um 1200 wurden nördlich und südlich der Dominsel zwischen Ober- und Unterhavel Wassermühlen errichtet, die sich in landesherrlichem Besitz befanden. Das 1909 errichtete Hauptgebäude und der 1912-13 errichtete Mehlspeicher, beide durch einen geschlossenen Übergang verbunden, sind Teil des seit 1993 denkmalgeschützten Burgmühlenkomplexes. 1993 endete mit der Schließung der Brandenburger Mühlenwerke die 800jährige Tradition eines der ältesten und bedeutendsten Teile der Wirtschaftsgeschichte von Brandenburg an der Havel.

Mit der 2010 begonnenen und 2014 abgeschlossenen denkmalgerechten Gesamtsanierung beider Bauwerke und der zeitgemäßen Wiederherstellung der Gebäudekubatur des stadtbildprägenden Industriebaus konnten nicht nur die denkmalgeschützte Substanz gerettet und attraktive Wohnungen geschaffen, sondern auch die einstige Schönheit der Silhouette für die Dominsel zurückgewonnen werden. Der Einzug der ersten Bewohner belebt nach dem Mehlspeicher jetzt auch wieder das fast schon verloren geglaubte ehemalige Hauptgebäude der Burgmühle.

Der Umbau und die Sanierung der Burgmühle wurde mit 650 T€ aus dem Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz und mit 2,5 Mio. € aus der Wohnraumförderung unterstützt.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.