Denkmal des Monats Oktober: Rosengarten Kyritz

Rosengarten Kyritz © Stadt Kyritz

Einst zu den umfangreichen Wallanlagen  der Stadt gehörend, wurde das Gebiet des heutigen Rosengartens vor knapp 300 Jahren eingeebnet. Erst in den 1920er Jahren soll die große Wiese angelegt worden sein, bevor Ende der 1930er Jahre die erste gärtnerisch gestaltete Anlage entstand, auf der vermutlich auch erstmals Rosengehölze gepflanzt wurden.

Vor der grundhaften Erneuerung und Umgestaltung des Rosengartens war die Anlage in niederschlagsreichen Zeiten kaum nutzbar, was für eine Grünanlage in der Stadt äußerst unattraktiv ist und auch das Stadtbild spürbar leidet. Dementsprechend war die Umgestaltung der Grünanlage sehr tiefgreifend. Begonnen wurde mit einem landschaftsplanerischen Wettbewerb in den 1990er Jahren, bevor es dann 2010 so richtig losging. Die Veränderungen umfassten den Rückbau der Freilichtbühne, die Einordnung eines Themenspielplatzes sowie die Freilegung des verrohrten Bullengrabens, der in einen kleinen naturnah gestalteten See mündet und als Regenrückhaltebecken dient.

Für die Gesamtsanierungsstrategie ist der Rosengarten von besonderer Bedeutung, da er einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Wohnqualität in der Altstadt leistet und eine wichtige Voraussetzung für familienfreundliches Wohnen bildet.

Von den Gesamtkosten in Höhe von knapp 1,2 Mio. € haben Bund und Land aus den Förderprogrammen „Städtebaulicher Denkmalschutz“  und „Stadtumbau Ost“ 862 T€ beigesteuert.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.

Letzte Aktualisierung: 11.01.2016