Neues Architektengesetz wurde beschlossen

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Der Landtag Brandenburg hat in seiner Sitzung am 16.12.2015 ein neues Architektengesetz beschlossen. Mit der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt Anfang 2016 wird das Gesetz in Kraft treten. Das bisher geltende Landesgesetz musste aufgrund teilweise umfangreicher Anpassungsbedarfe an geänderte Vorgaben der EU- und der Bundesebene ersetzt werden.

Das neue Gesetz dient dem Schutz der Berufsbezeichnungen „Architekt“ mitsamt den jeweiligen Voraussetzungen und Verfahren, die für das Führen der Berufsbezeichnung zu beachten sind. Außerdem regeln das Gesetz die Strukturen und Funktionsweisen der Architektenkammer.

Die Architektenkammer, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts die Belange der Architekten im Land Brandenburg vertritt, wurde in die Erarbeitung der Gesetzentwürfe einbezogen. Darüber hinaus wurden die neuen Gesetze möglichst weitgehend an die Regelungen der anderen Länder und dem bundesweit abgestimmten Musterrecht angeglichen. Wo immer möglich, wurden die Regelungen einfacher und verständlicher als bisher gestaltet.

Wichtige mit dem Gesetz verbundene Neuregelungen sind die Erhöhung der Mindeststudiendauer für Stadtplaner, Innenarchitekten und Landschaftsarchitekten, die Mitglied der Architektenkammer werden wollen, von drei auf vier Jahre sowie die Integration EU-rechtlicher Regelungen zum Europäischen Berufsausweis und zur leichteren Anerkennung auswärtiger Berufsqualifikationen. Zur Umsetzung von EU-Recht wurden erstmalig Leitlinien zu Ausbildungsinhalten für Architekten festgelegt. Auf dieser Grundlage ist künftig zu entscheiden, wer den Titel „Architekt“ / „Architektin“ führen und Mitglied in der Architektenkammer werden darf. Das ist für die Gleichwertigkeitsprüfung ausländischer Abschlüsse ebenso wichtig wie für die Bewertung der gewachsenen Vielfalt inländischer Studiengänge.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 22.01.2016