Neue Richtlinie zur Förderung von Mietwohnungen

Richtfest einer Gebäudesanierung © MIL

Der Bedarf an Wohnraum für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen besonders im Berliner Umland ist groß und gerade auch im Hinblick auf die benötigten Wohnungen für Flüchtlinge viel zu knapp. Deshalb soll insbesondere dort der Neubau von Mietwohnungen gefördert werden.

Geplant ist, bis 2019 2.000 neue Mietwohnungen zu schaffen. Dazu reicht das Land Brandenburg sowohl Darlehen als auch Zuschüsse aus, die demnächst bei der ILB beantragt werden können. Bedingung für die Gewährung von Zuschüssen ist, dass mindestens 25 % der geförderten Mietwohnungen an geflüchtete Menschen vermietet werden und  die Wohnungen sich im Berliner Umland befinden.

Wie bisher ist die Wohnraumförderung nur in vorab festgelegten Gebietskulissen möglich. Insbesondere bei dem Neubau von Mietwohnungen sind dabei der Vorrang der Innenentwicklung der Gemeinden und die Landesplanung zu beachten.

Mit der Einführung einer zweiten Einkommensgrenze für den Bezug von Sozialwohnungen ist die Mietwohnraumförderung erweitert worden. Ziel ist es, ein sozialverträgliches, bedarfsgerechtes und differenziertes Wohnungsangebot zu schaffen, insbesondere für Familien mit Kindern, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung. Jetzt haben auch Mieterinnen und Mieter die Möglichkeit, eine geförderte Wohnung zu beziehen, wenn ihre Einkünfte die Einkommensgrenze für einen Wohnberechtigungsschein um bis zu 40 Prozent übersteigen. Die Höchstmiete läge dann bei bis zu sieben Euro pro Quadratmeter im Berliner Umland und bis zu sechs Euro pro Quadratmeter im Berlin-fernen Raum. Mieterinnen und Mieter, die einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben (erste Einkommensgrenze), zahlen wie bisher höchstens 5,50 Euro/qm im Berliner Umland und 4,90 Euro/qm im Berlin-fernen Raum.