Preisverleihung Schinkel-Wettbewerb

Poster zum Schinkelpreis © AIV

Thema des Schinkel-Wettbewerbs 2016 für junge Planer ist die Stadt Teltow und der Berlinger Bezirk Steglitz-Zehlendorf, eine der „Nahtstellen“ zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg.

Die Aufgabenstellung, die aus mehreren räumlichen Bereichen für drei unterschiedliche Bearbeitungsmaßstäbe besteht, ist unter Einbeziehung der Stadt Teltow und des Berliner Nachbarbezirks erarbeitet worden. In der dicht besiedelten Teltowkanal-Region gibt es besonders ausgeprägte städtebauliche und infrastrukturelle Fragen. Hier stand 40 Jahre lang die Berliner Mauer, und deshalb sind die Herausforderungen für eine gemeinsame Entwicklung auf beiden Seiten der Landesgrenze besonders deutlich.

An der Nahtstelle „Teltowkanal“ sind Ideen gefragt. Ein Blick von außen kann da sehr gut tun. Welche Verbindungen und welche gemeinsamen Strukturen, welche Freiräume brauchen wir? Wie kann das baulich und räumlich umgesetzt werden? Genau diesen unverstellten Blick kann der Schinkelwettbewerb mit vielen jungen Planerinnen und Planern leisten. Nicht jede Idee wird umsetzbar sein, aber gerade Denkanstöße für die Praxis und die öffentliche Diskussion sind wichtig.

Das MIL war im Prozess der Aufgabenfindung für den Schinkelwettbewerb aktiv beteiligt und hat den Architekten- und Ingenieurverein AIV bei der Sachkostendeckung und den Preisgeldern unterstützt. Die Landesunterstützung würdigt den Beitrag des Wettbewerbs für die Landesentwicklung, in diesem Fall der Stadt Teltow. Sie soll aber auch ein Zeichen dafür setzen, dass das Prinzip des Ideenwettstreits unverzichtbar ist für gutes Planen und Bauen und zu unserer Baukultur gehört.

Die Auslobung des Schinkelwettbewerbs erfolgte im Herbst 2015. Es wurden 109 Wettbewerbsarbeiten eingereicht. Der Schinkelausschuss hat im Februar 2016 über die Vergabe des Schinkelpreises, von acht Sonderpreisen, zwei Anerkennungspreisen und einem Reisestipendium entschieden. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Schinkelfestes am 13. März 2016 in Berlin statt. Der Sonderpreis Städtebau wird von Frau Ministerin Schneider persönlich überreicht werden.

Die Ausstellung zum Wettbewerb kann ab dem 12. März 2016 im Foyer der Universität der Künste, Hardenbergstr. 33 in Berlin, besucht werden.