10.01.2017Raumordnungsverfahren für Erdgasfernleitung EUGAL beginnt

Pressemitteilung

Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL) hat das Raumordnungsverfahren (ROV) für die geplante Erdgasfernleitung EUGAL eröffnet. Es ist geplant, das künftig durch die Ostseepipeline Nord Stream 2 anlandende Erdgas mit einer insgesamt 485 Kilometer langen Erdgasfernleitung in zwei parallelen Strängen bis zur tschechischen Grenze weiterzuleiten. Durch das Land Brandenburg verläuft ein 275 Kilometer langer Abschnitt dieser Pipeline.

Der Planung entsprechend soll die Leitung in weitgehender Bündelung mit der 2011 in Betrieb genommenen Erdgasfernleitung OPAL verlegt werden. Zur Erhöhung des Gasdrucks ist es erforderlich, eine weitere Verdichterstation vorzusehen. Diese ist am Standort Radeland in der Stadt Baruth/Mark geplant.

Die zum Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung gehörende Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg wird in einem sechsmonatigen Verfahren prüfen, inwieweit die Planung mit den landesplanerischen Entwicklungsvorstellungen übereinstimmt. Die Raumordnungsbehörde prüft unter anderem die Auswirkungen des Vorhabens auf die Siedlungsstruktur, Gewerbeentwicklung, Landwirtschaft, Natur und Landschaft. In diesem Verfahren werden Verwaltungen, Kommunen und die Öffentlichkeit beteiligt.

„Wir hoffen auf eine rege Beteiligung, damit wir bereits in einem frühen Planungsstadium alle Belange in den Entscheidungsprozess einbeziehen können. Im Raumordnungsverfahren werden verschiedene Varianten bewertet. Dazu brauchen wir die Meinung der Fachbehörden, der Kommunen und der Bürgerinnen und Bürger vor Ort“, betont Ministerin Kathrin Schneider.

Der Träger der Planung hat jetzt die vollständigen Unterlagen vorgelegt, so dass das Raumordnungsverfahren für den Brandenburger Abschnitt der Erdgasfernleitung am 11. Januar 2017 eröffnet werden kann. Vom 18. Januar bis zum 17. Februar 2017 liegen die Verfahrensunterlagen in insgesamt 44 Auslegungsstellen zur öffentlichen Einsichtnahme aus.

Die komplette Verfahrensunterlage ist ab 18.Januar 2017  unter der dieser Internet-Adresse  abrufbar. 

http://gl.berlin-brandenburg.de/sicherung-der-raumordnung/raumordnungsverfahren/artikel.502807.php

Nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens kann die Leitung noch nicht gebaut werden. Hierfür ist eine Planfeststellung (Baugenehmigung) erforderlich, die das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe im Ergebnis eines Planfeststellungsverfahrens erteilt.

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