07.02.2017Kabinett beschließt „Mobilitätsstrategie 2030"

Mobilität sichern, Infrastruktur anpassen

Brandenburg hat eine neue Mobilitätsstrategie. Das Papier mit acht Kernpunkten zur Sicherung der Mobilität im Land hat das Kabinett heute auf Vorschlag von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider gebilligt. Kernpunkte sind eine Stärkung des umweltfreundlichen Verkehrs, insbesondere des Schienennahverkehrs.

Schneider betonte: „Die Strategie ist das Leitbild für die Mobilitätspolitik der Landesregierung bis zum Jahr 2030. Wir verknüpfen das eng mit unseren Zielen für die Stadtentwicklung und den Wohnungsbau, aber auch mit den Festlegungen, die im neuen Landesentwicklungsplan getroffen werden sollen. Die öffentliche Beteiligung war uns wichtig, um die Strategie auf eine möglichst breite Basis zu stellen."

An der Erarbeitung der „Mobilitätsstrategie 2030" hatten sich Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Interessensverbände und Verkehrsunternehmen beteiligt. Sie hatten bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen ihre Ideen zur Mobilitätspolitik in Brandenburg eingebracht.

Die Mobilitätsstrategie setzt konkrete Ziele. Dazu gehört ein einheitlicher Takt im Nahverkehr auf der Schiene. Weiteres Ziel ist, den Öffentlichen Personennahverkehr sowie den Rad- und Fußverkehr gegenüber dem motorisierten Individualverkehr zu stärken. Der Anteil der umweltfreundlichen Fortbewegung am Gesamtverkehr soll bis 2030 auf mehr als 50 Prozent angehoben werden.

Die acht Kernziele im Überblick:

  • Die Europäische Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg mobilisieren
  • Mobilität in allen Landesteilen bedarfsgerecht sichern    
  • Mobilität als aktive Wachstums- und Strukturpolitik ausgestalten
  • Infrastrukturen bedarfsgerecht anpassen, erhalten und entwickeln
  • Zielgruppen- und bedürfnisgerechte Mobilität sichern
  • Mobilität umweltfreundlich gestalten
  • Digitalisierung nutzen, Mobilitätslösungen kommunizieren und vernetzen
  • Mobilität sozial gerecht und verkehrssicher gestalten

Bei der Erarbeitung der Mobilitätsstrategie wurden die unterschiedlichen Entwicklungstrends im Land berücksichtigt: Für die brandenburgischen Kommunen nahe Berlin ergeben sich andere Bedarfe, als in den ländlichen Gebieten, in denen die Bevölkerungszahl in den kommenden Jahren weiter sinken wird. Die Chancen, die die Digitalisierung, die Elektromobilität und der wachsende Markt für die gemeinsame Nutzung von Autos (Carsharing) bieten, sollen genutzt werden.

Zur Umsetzung der Mobilitätsstrategie wird unter anderem noch in diesem Jahr der Landesnahverkehrsplan für die Jahre 2018 bis 2022 neu aufgestellt. Zudem wird eine gemeinsame Mobilitätskonferenz mit Berlin etabliert, um die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland weiter auszubauen.

Die „Mobilitätsstrategie 2030" im Internet

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