10.02.2017Straßenbausaison 2017: Budget steigt auf 450 Millionen Euro

Pressemitteilung

Mit Beginn des Frühlings startet die Straßenbausaison. In diesem Jahr hat der Landesbetrieb Straßenwesen 157 Projekte auf der Liste. Die Vorhaben reichen von der Fortführung größerer Autobahnvorhaben bis hin zur Sanierung von Ortsdurchfahrten, die im Rahmen des 100-Millionenprogramms für Landesstrassen durchgeführt werden. Vorgesehen sind auch die Erneuerung von Deckschichten auf Bundes- und Landesstrassen,  der Neubau von Radwegen und die Instandsetzung von Brücken. Insgesamt verfügt der Landesbetrieb Straßenwesen in diesem Jahr über ein Budget von 450 Mio. Euro Bundes- und Landesmittel für Investitionen und den Straßenbetrieb.

„Auch in diesem Jahr setzen wir die zur Verfügung stehenden Mittel ein, um die Straßen im Land zu unterhalten, zu erhalten und moderat auszubauen. Mit den Investitionen werden unsere Straßen besser und sicherer. Gleichzeitig verbessern wir die Lebensqualität in unseren Städten und Dörfern.  Zu den Vorhaben gehören beispielsweise der Ausbau der B 102 vom Gewerbegebiet Schmerzke bis zur A 2 oder die Sanierung der B 101 zwischen Elsterwerda und Bad Liebenwerda. Auch mit der Umsetzung unseres Ausbauprogramms für Ortsdurchfahrten auf Landesstraßen kommen wir in diesem Jahr gut voran.  Begonnen werden neun Vorhaben, 17 weitere werden fortgesetzt,“ sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider heute.

Zu den Vorhaben im Rahmen des 100-Millionen-Sanierungsprogramms zählt beispielsweise die Beseitigung von Schäden an den Ortsdurchfahrten Milmersdorf im Zuge der L 100 und in Rägelin  an der L 18. In Blankenfelde-Mahlow wird mit dem zweiten Teil des ersten Bauabschnitts der Sanierung an der L 792 begonnen.  Grundlage für die Zusammenstellung der Projektliste des 100-Millionen-Euro Programms, waren fachliche und verkehrspolitische Kriterien. Dabei wurde nach dem Grad der Straßenschäden, dem Verkehrsaufkommen und dem jeweiligen Planungsstand entschieden. Von den insgesamt 70 Projekten wurden 28 Maßnahmen fertiggestellt. Die aktuelle Liste der Projekte finden Sie hier:

http://www.ls.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.394619.de

Auf den Bundesfernstraßen wird mit Sanierungsarbeiten auf zahlreichen Streckenabschnitten begonnen. Einige der 2016  begonnenen Projekte, werden in diesem Jahr fortgesetzt.  Neu gebaut werden auch Radwege an 15 Streckenabschnitten von Bundes- und Landesstraßen. Die Gesamtübersicht zu allen Bauvorhaben in diesem Jahr:

http://www.ls.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.433076.de

Insgesamt werden in diesem Jahr mehr als 450 Millionen Euro für die Planung, den Bau und die Unterhaltung von Straßen eingesetzt. 314 Millionen Euro kommen aus Bundesmitteln, etwa 137 Millionen aus Landesmitteln. Darin enthalten sind 22,5 Millionen Euro, die in diesem Jahr für Projekte aus dem 100-Millionen-Euro-Programm eingeplant sind.

Schäden durch Alkali Kieselsäure Reaktion („Betonkrebs“)

Fortgesetzt wird in diesem Jahr auch das 2005 begonnene Programm zur Beseitigung von Schäden durch Alkali Kieselsäure Reaktion. Auf Abschnitten der Autobahnen A 2, A 9 und  A 13 wird der sogenannte „Betonkrebs“ entfernt und durch neuen Beton oder Asphalt ersetzt, die Kosten dafür liegen bei etwa 50 Millionen Euro . Im Land Brandenburg gibt es auf 275 Kilometern Verdachtsfälle, davon 125 Kilometer mit gesichertem Erkenntnisstand. Für die Sanierungsmaßnahmen sind bis 2023 Aufwendungen von etwa 180 Mio. Euro geplant. Bislang wurden Schäden auf  knapp 90 Kilometer Fahrbahn beseitigt, dafür wurden 61 Mio. Euro aufgewendet. 

Hoher Abstimmungsaufwand bei den Baumaßnahmen

Vor Beginn von Sanierungs- oder Neubauarbeiten an Bundes- und Landesstraßen,  sind umfangreiche Abstimmungen mit zahlreichen  Institutionen notwendig. Beispielsweise muss der Verlauf der Gas- Strom- und Wasserleitungen geklärt werden. Die Denkmalschutzbehörde ist in Bezug auf mögliche archäologische Besonderheiten des Untergrunds einzubeziehen. Mit den  Rettungsdiensten, der Polizei, den Verkehrs-unternehmen, den Abfallentsorgern, der Land- und Forstwirtschaft und den Bahnunternehmen, sind eventuelle Einschränkungen während der Bauphase zu besprechen. Sie alle geben vor Baubeginn ihre Stellungnahmen ab. Weiterhin werden die Gemeindevertretungen und die Bürgerinnen und Bürger einbezogen und über den Ablauf informiert.  Die aktuellen Baustellen und ggf. die eingerichteten Umleitungen werden vom Landesbetrieb im Internet veröffentlicht und auf Karten verzeichnet:

http://www.ls.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.263544.de

Straßennetz im Land Brandenburg

  • 800 km Bundesautobahnen
  • 2750 km Bundesstraßen
  • 5700 km Landesstraßen 
  • 2970 km Kreisstraßen
  • 1000 km Radwege an Bundesstraßen
  • 1000 km Radwege an Landesstraßen
  • 2576 Brücken
    • 1038 an Autobahnen
    • 784 an Bundesstraßen
    • 754 an Landesstraßen

Straßenzustand

Das klassifizierte Straßennetz im Land Brandenburg umfasst neben den Bundesautobahnen und Bundesstraßen auch ca. 5.700 km Landesstraßen, von denen etwa 22% durch Orte verlaufen (sogenannte Ortsdurchfahrten). Der gegenwärtige Straßenzustand ist teilweise unbefriedigend. So befinden sich 39% des Grundnetzes in einem schlechten Zustand. Besonderer Handlungsbedarf besteht bei den Ortsdurchfahrten, die sich zu etwa 60% in einem schlechten Zustand befinden. Informationen dazu finden Sie hier:

 http://www.ls.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.394651.de

Etwa alle vier Jahre wird der Zustand der Straßen überprüft und nach einem Wertesystem eingestuft. Dabei gilt: Alle Straßen mit einem Wert weniger als 3,5 sind als mindestens zufriedenstellend bzw. gut oder sehr gut zu bezeichnen, mit einem Wert ab 3,5 befindet sich die Straße in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand.

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Referatsleiter Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher
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