Planungswettbewerbe in der Praxis

Werkstattteilnehmende © MIL

Unter Federführung der Brandenburgischen Ingenieurkammer ging es diesmal um die Erfahrungen mit Planungswettbewerben bei Bauvorhaben des klassischen Ingenieurbauwesens. Darüber hinaus lag der Fokus auf dem Thema der Bedarfsplanung, die zur Vorbereitung von Wettbewerben und Aufgabenstellungen im Verantwortungsbereich der Bauherren liegt. Mit dieser Schwerpunktsetzung richtete sich die Veranstaltung an Kommunen und Fachkundige, die Planungswettbewerbe ausloben, durchführen oder betreuen sowie an alle Mitglieder der Kammern.

Herr Prof. Dr. Schweibenz von der Fachhochschule Potsdam erläuterte dabei Änderungen im Rahmen der neuen DIN 18205: 2016-11 und stellte die Bedeutung der Bedarfsplanung als Fundament eines guten Wettbewerbsverfahrens heraus. Dem theoretischen Input folgten Praxisbeispiele zu durchgeführten Wettbewerben des klassischen Ingenieurbauwesens. Dabei wurde auch das Thema Interdisziplinarität bei Planungswettbewerben aufgegriffen. Es handelte es sich um folgende Praxisbeispiele:

  • Brückenwettbewerb JVA Plötzensee (Frau Dipl.-Ing. Marion Pristl; mp-consult)
  • Fahrrad- und Fußgängerbrücke Rathenow (Herr Dr.  Boris Reyher; schlaich bergermann partner sbp gmbh)
  • Oderbrücken Küstrin-Kietz (Herr Dipl.- Ing. Hartmut Schreiter; ICL Rail GmbH) 

Insgesamt verdeutlichte die Veranstaltung die praktische Handhabung und den Mehrwert von Planungswettbewerben im Rahmen komplexer Bauaufgaben. Die Durchführung von Planungswettbewerben ist der beste Weg zu mehr Qualität, auch im Ingenieurbau, wenn es um herausragende und komplexe Bauaufgaben geht.

Die Werkstatt „Planungswettbewerbe in der Praxis“ ist Teil der gleichnamigen Veranstaltungsreihe, die gemeinsam vom MIL sowie der Brandenburgischen Architektenkammer und der Brandenburgischen Ingenieurkammer getragen wird. Die fachliche und organisatorische Federführung obliegt dabei abwechselnd den beiden Kammern.

Weitere Informationen zu Baukultur und Planungswettbewerben in Brandenburg gibt es bei den Kammern.