Wittstocker Fabrikgebäude wird Denkmal des Monats April

Rückfront nach der Sanierung © Olaf Imme

Die zwischen Stadtmauer und Markt gelegenen Fabrikgebäude der ehemaligen Tuchfabrik aus dem späten 19. Jahrhundert wurden in den 1920er bis in die 1990er Jahre als Wohngebäude genutzt. Der darauffolgende jahrelange Leerstand tat weder der Bausubstanz noch dem Stadtbild gut.

Das Projekt aus einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt, der kommunalen Gebäude- und Wohnungsverwaltung GmbH (GWV) und dem MIL ist ein gutes Beispiel für die geschickte Inanspruchnahme verschiedener Fördertöpfe in Ergänzung zu den Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Mit Hilfe der Mittel aus der Städtebau- und Wohnraumförderung konnte der Gebäudekomplex gesichert und nach einer umfassenden Sanierung zu familienfreundlichen Wohneinheiten gewandelt werden. So sind insgesamt 21 Wohnungen entstanden, von denen 10 Wohnungen fast barrierefrei und 11 Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden sind. Aufzüge erleichtern die Zugänglichkeit. Besonders stolz ist man auf die Hypokaustenheizung, eine Warmluftheizung, wie sie die alten Römer schon benutzten.

Rückansicht vor der Sanierung © MILRückansicht nach der Sanierung © Olaf Imme

Mit dieser Sanierung erfährt die Altstadt eine Aufwertung, die zur Revitalisierung beiträgt.

Von den knapp 5 Mio. Euro förderfähigen Baukosten wurden fast 4,4 Mio. Euro aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost und der Wohnraumförderung bereitgestellt.

Gebäudekomplex vor der Sanierung © MIL

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.