Ausstellung zur Reformation in Mühlberg eröffnet

Museum Mühlberg 1547 © MIL

Am 22. April 2017 wurde die Ausstellung „Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal. Die Reformation im Amt Mühlberg“ feierlich im Museum Mühlberg 1547eröffnet. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung bestand für die Gäste die Möglichkeit an einer Führung des Kurators, Herrn Dr. Lars-Arne Dannenberg, teilzunehmen. Die Ausstellung ist ein Projekt aus dem Themenjahr Kulturland Brandenburg 2017 „Wort & Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg“. Es wird seitens des MIL mit Lottomitteln in Höhe von 3.000 Euro finanziell unterstützt.

Das 2015 neu eröffnete Museum Mühlberg 1547 blickt mit seiner Sonderausstellung zum 500. Jubiläum der Reformation auf das Glaubens- und Alltagsleben der Mühlberger Bürger zurück. 1539/40 nahmen sie, mehr oder weniger durch amtliche Verordnung, den neuen Glauben an. Mühlberg gehörte damals zum albertinischen Sachsen, wo Herzog Heinrich der Fromme die Reformation einführte.

Die Ausstellung befasst sich jedoch nicht nur mit der Reformationszeit, sondern zeigt auch, wie sich das christliche Alltagsleben über die Jahrhunderte gestaltete. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war die Stadt evangelisch-lutherisch und die Stadt- und Kirchengemeinde praktisch eins. Die enge Verbindung zeigt sich beispielsweise beim gemeinschaftlichen Musizieren im Gottesdienst, die Mühlberger Kantorei galt unter den Bürgern als gesellschaftliche Instanz mit großem Einfluss. Als Mühlberg 1815 territorial Preußen zugeschlagen wurde, musste sich die Kirchengemeinde der unierten preußischen Staatskirche unterordnen. Die lutherische und die reformierte Tradition existierten fortan vereint.