Neue Leitlinien zum Titelschutz für Ingenieure

Paragraphentitel © MIL

Um Studierenden, Berufsangehörigen und öffentlichen Stellen im Land Brandenburg die Orientierung zwischen den immer vielfältiger werdenden Studienabschlüssen zu erleichtern, regelt das MIL deutlicher als bisher die Voraussetzungen zum Führen der Berufsbezeichnung „Ingenieurin / Ingenieur“.

Die dazu erlassene Rechtsverordnung wurde mit den Hochschulen, der Ingenieurkammer und dem Wissenschaftsministerium abgestimmt. Brandenburg ist eines der ersten Bundesländer, welches auf diesem Weg für Klarheit beim Schutz der Berufsbezeichnungen sorgt.

Der vollständige Titel der Rechtsverordnung lautet „Ingenieurausbildungsinhaltsverordnung“. Diese nennt vier Studienfächer, sogenannte MINT-Fächer , die mit einem bundesweit üblichen Mindestanteil in dem jeweiligen technischen oder naturwissenschaftlich-technischen Studiengang in einem ausgewogenen Verhältnis stehen sollen, und knüpft damit an das Brandenburgische Ingenieurgesetz (BbgIngG) an.

Die Vorschrift enthält in Absatz 2 eine Sonderregelung für Absolventinnen und Absolventen von Diplomstudiengängen. Auch für den Studiengang des Wirtschaftsingenieurwesens gilt eine Sonderregelung, die vorsieht, dass die Absolventinnen und Absolventen den mit dem Studienabschluss erworbenen Titel führen dürfen, auch wenn dem Studium ein geringerer MINT-Fächeranteil zugrunde liegt.

Die Rechtsverordnung des MIL steht Ihnen rechts unter Anlage als Download bereit.

Anlage