Fachtagung "Baukultur und Innenstadt" in Potsdam

Teilnehmende © MIL

Infrastruktur-Staatssekretärin Ines Jesse eröffnete die Veranstaltung und betonte, dass die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten und die Konzentration auf gute Qualität bei öffentlichen und privaten Bauvorhaben eine notwenige Voraussetzung für die Zentrenstärkung sei.

Mit Fachbeiträgen von Ulrike Milstrey (Städteforum Brandenburg) und Nils Busch-Petersen (Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg) kamen Experten zum Thema Innenstadtentwicklung zu Wort. Frau Milstrey betonte die Vielschichtigkeit der Handlungsfelder im Zuge einer Stärkung der Innenstädte. Unterschiedliche Rahmenbedingungen bei den Brandenburger Städten erforderten lokalspezifische Antworten. Herr Busch-Petersen betonte, wie notwendig es für den stationären Handel sei, dass die Unternehmen gut zusammenarbeiten und sich mit flexibleren Konzepten an den Strukturwandel durch die Digitalisierung anpassen. 

Auf der Tagesordnung standen darüber hinaus die Untersuchungsergebnisse der BTU Cottbus-Senftenberg zur baustrukturellen Entwicklung sowie zur städtebaulichen Ordnung und Gestaltung ausgewählter Innenstädte. Herr Prof. Nagler vom Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen erläuterte die Untersuchungsergebnisse zur städtebaulichen Transformation der Innenstädte der vergangenen 25 Jahren. Er ging hierbei besonders auf den Zusammenhang zwischen der Baustruktur, den damit geschaffenen öffentlichen Räumen in der Innenstadt und der Entwicklung belebter, urbaner Zentrumsfunktionen ein. Seinen Vortrag finden Sie rechts unter den eingestellten Anlagen.

Frau Prof. Dr. Weidner aus dem Fachgebiet Stadtmanagement brach die bundesweite Diskussionslinien auf Brandenburg herunter und ging dabei auf die drei Städte Luckenwalde, Eberswalde und Lübben ein, in denen die BTU Cottbus-Senftenberg die Zentrumsentwicklung und den kommunalen Umgang mit diesem Thema aktuell betrachtet hatte. Die Ergebnisse wurden von Frau Prof. Dr. Weidner in einer Dokumentation festgehalten, die ebenfalls rechts unter den eingestellten Anlagen abrufbar ist.

Praktiker aus den drei untersuchten brandenburgischen Städten berichteten zudem in eigenen Vorträgen aus der lokalen Perspektive über Maßnahmen, Erfolge und Perspektiven der örtlichen Entwicklung. Planung, Kooperation und Management: Somit ging es auf der Fachtagung nicht nur nicht nur um Städtebau und Stadtgestaltung, sondern auch um Verfahrenskultur!

Den über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde im Rahmen der Fachtagung ausreichend Raum geboten, mit den Experten und kommunalen Praktikern ins Gespräch zu kommen und über die Inhalte der Fachvorträge zu diskutieren.