Denkmal des Monats steht in Brandenburg an der Havel

Kirchturm der St. Gotthardtkirche © LBV

Im Jahr 1140 wurde an der Stelle erstmals eine Feldsteinkirche errichtet, die dann bis auf den unteren Teil des Westgiebels Anfang des 15. Jahrhunderts durch die jetzige spätgotische, dreischiffige Hallenkirche ersetzt wurde. Der Turm der Kirche wurde 1767 in der barocken Form mit Aufsatz und Haube neu gestaltet.

Die aus Sandstein gefertigte Kanzel, welche die Tuchmachergilde 1623 stiftete, gilt als die schönste Kanzel aller Brandenburger Kirchen! Ein weiterer Schatz ist das aus dem 13. Jahrhundert stammende bronzene Taufbecken.

Erste Sanierungsarbeiten an der Gebäudehülle fanden zwischen 1998 und 2001 statt. Das riesige Hallendach wurde 2015 saniert. Dabei erfolgte eine aufsehenerregende Umdeckung von 200.000 Biberdachsteinen aus fünf Jahrhunderten.

Für die Dachsanierung flossen im Rahmen der Städtebauförderung aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ Fördermittel in Höhe von knapp 136.000 Euro, für die Gebäudehülle kamen fast 45.000 Euro Fördermittel aus dem vorgenannten Programm zum Einsatz. 

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.