Kirche in Dahme/Mark ist Denkmal des Monats November

Seitenansicht © Amt Dahme/Mark

Zwar war auch St. Marien vom großen Stadtbrand am 27. Juni 1666 betroffen, aber schon 5 Jahre später stand an selber Stelle wieder ein Gotteshaus. Der Wiederaufbau wurde dann jedoch erst 1701 vollständig abgeschlossen. Und so zeigt sich die Kirche auch heute noch: barock.

Die Reformation machte auch in Dahme nicht halt. Hier wurde 1503 ein bedeutender Reformator geboren: Georg Buchholzer. Er gehörte als Student der Theologie in Wittenberg dem engeren Kreis um Martin Luther an und hielt 1539 seinen ersten evangelischen Gottesdienst in Berlin ab. Seit der umfassenden Sanierung der gesamten Kirche, die 2014 abgeschlossen werden konnte, erinnert ein teils neu geschaffenes Fenster neben der Kanzel an den Reformator Buchholzer.

St. Marien prägt nicht nur seit ihren Anfängen Dahmes Stadtbild, sondern auch das geistig-kulturelle Leben der Stadt. Denn neben Gottesdiensten finden auch Chor- und Orgelkonzerte, Auftritte von Orchestern unterschiedlicher Zusammensetzung und Stilrichtung sowie Ausstellungen statt. 

Die Sanierung umfasste zwei Bauabschnitte. Der erste Bauabschnitt erfolgte in den Jahren 2006 bis 2009, in dem der Turm saniert wurde. Der zweite Bauabschnitt erfolgte in den Jahren 2011 bis 2014. Dabei wurde das Kirchenschiff komplett saniert, d.h. sowohl die Außenhaut als auch das Kircheninnere vom Dachfirst bis auf die Grundmauern.

Die Finanzierung der Sanierung, deren Gesamtkosten bei ca. 2,5 Mio. Euro lagen, erfolgte als ein bunter Fördermix. Rund 450.000 Euro sind von Bund, Land und Stadt aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz geflossen. Weitere fast 1,5 Mio. Euro kamen aus dem ILE-Fördertopf. Auch die Landeskirche, der Kirchenkreis, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz leisteten ihren finanziellen Beitrag.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.