03.11.2017Projektstart Autonomes Fahren in Ostprignitz-Ruppin

Pressemitteilung

Verkehrsstaatsekretärin Ines Jesse hat heute bei der Vorstellung des Projektes „Autonomer Nahverkehr im ländlichen Raum in der Modellregion Ostprignitz-Ruppin“ teilgenommen. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin beteiligt sich mit mehreren Projektpartnern an dem Fördervorhaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

„Ich freue mich, dass der Landkreis Ostprignitz-Ruppin gemeinsam mit der Ostprignitz-Ruppiner Verkehrsgesellschaft, den Technischen Universitäten in Berlin und Dresden und der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg am Modellprojekt des Bundes für autonomes Fahren teilnimmt. Die Gestaltung eines attraktiven, bedarfsgerechten öffentlichen Personennahverkehrs ist ein Hauptziel der Mobilitätsstrategie 2030 der Landesregierung. Gerade für den ländlichen Raum ist es wichtig, verschiedene innovative Modelle und Möglichkeiten zu entwickeln und zu erproben“, sagte Ines Jesse heute in Kyritz.

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin bzw. seine kreiseigene Busverkehrsgesellschaft ORP GmbH haben sich mit der TU Berlin und der TU Dresden um ein Modellvorhaben des BMVI zur Erprobung autonomer Kleinbusse im ländlichen Raum beworben und den Zuschlag erhalten. Das Pilotprojekt soll im Frühjahr 2018 starten und zunächst bis 2020 laufen.

Ziel des Praxisprojektes ist die Untersuchung:

  • der Grundlagen für den verkehrlichen Einsatz autonom fahrender Betriebsformen im öffentlichen Verkehr,
  • der Möglichkeiten zur Schaffung und Messung der Nutzerakzeptanz sowie
  • die Erprobung autonomer Betriebsformen bezogen auf wirtschaftliche Aspekte und die Finanzierbarkeit im Rahmen des öffentlichen Verkehrs

Durch den Probebetrieb mit autonom fahrenden Fahrzeugen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sollen praktische Erfahrungen gewonnen und Voraussetzungen sowie Parameter für eine breite Übertragbarkeit von Bedienformen mit autonomen Kleinbussen im ländlichen Raum wissenschaftlich untersucht werden.

Damit bietet sich erstmals die Möglichkeit, die Eignung, Akzeptanz, Auswirkungen für die Umwelt , Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit autonom betriebener Kleinbusse als Teil des öffentlichen Nahverkehrs in verschiedenen Einsatzfeldern – wie Zubringersystem, kleinstädtische Ortsverkehre oder Feinerschließung – im ländlichen Raum zu untersuchen. Im Ergebnis sollen sich Bedingungen und Chancen für einen nachhaltigen Einsatz autonomer Flotten als Teil öffentlicher Verkehrsangebote im ländlichen Raum ableiten lassen. Gleichzeitig soll untersucht werden, ob und wie die Digitalisierung eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse durch Ausbau, Erweiterung und Stabilisierung der ländlichen ÖPNV-Netze ermöglicht und inwiefern eine Effizienzsteigerung im Mitteleinsatz z.B. durch die Koppelung mit Transportaufträgen (Kombibus 4.0) möglich ist.

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