10.11.2017Jesse übergibt Förderbescheide für weiteren Stadtumbau

Pressemitteilung

Baustaatssekretärin Ines Jesse hat heute in Wittenberge drei Förderbescheide über insgesamt 3,75 Millionen Euro für Stadtumbauprojekte überreicht. Das Geld steht für die Aufwertung, Wohngebäudesanierung, den öffentlichen Raum und den Abriss nicht mehr benötigter Wohnungen zur Verfügung.

„Wittenberge ist es in den vergangenen Jahren gut gelungen, verschiedene Städtebauförderprogramme einschließlich EU-Programme zu verknüpfen und die Stadtentwicklung voranzutreiben. Die Erfolge sind sowohl in der Innenstadt, wie dem Jahnschulviertel als auch im Allende-Viertel sichtbar. Wir bewilligen im Jahr 2017 Fördermittel, die in Kombination mit der Wohnraumförderung und mit den EU-Mitteln aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb eingesetzt werden können. Wittenberge und Umlandkommunen haben sich erfolgreich mit dem Projekt  „Ankommen und hier bleiben – familienfreundliche Region Westprignitz“ am Stadt-Umland-Wettbewerb beteiligt.  In den kommenden Jahren können rund 10 Millionen Euro  für die Umsetzung eingesetzt werden“, sagte Ines Jesse heute bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide.

Im Februar 2015 hat das Infrastrukturministerium mit den Städten Eisenhüttenstadt, Wittenberge, Frankfurt (Oder) und Wittstock/Dosse sowie mit Wohnungsunternehmen dieser Städte Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen. Ziel der Vereinbarungen ist es, die Stadtumbaustädte und Wohnungsunternehmen bei der Anpassung innerstädtischer Quartiere an die demografische Entwicklung zu unterstützen, ein sozialverträgliches Wohnungsangebot auch langfristig sicherzustellen und den notwendigen Stadtumbau zu beschleunigen.

Ziele der Kooperationsvereinbarung in Wittenberge:
  • Sanierung von 79 Wohnungen in Altbauquartieren
  • Sicherung von 19 erhaltenswerten Altbauten, die kurzfristig nicht saniert werden können
  • Erarbeitung eines Blockkonzepts für den Block 15
  • Zusicherung des Abrisses von  100 Wohnungen bis 2022

Es sind Investitionskosten von insgesamt rund 17 Millionen Euro bis 2019 vorgesehen, davon wurden bis Anfang 2017 etwa  6 Millionen Euro investiert. Die bisherigen Investitionen hat das MIL mit rund drei Millionen Euro Stadtumbau-Förderung und 800.000 Euro Wohnraumförderung unterstützt. 25 Altbau-Wohnungen wurden saniert und sechs leerstehende Altbaugebäude gesichert.

Geplant sind noch Investitionen von insgesamt rund 11 Millionen Euro. Diese Investitionen wird das MIL mit rund 5,4 Millionen Euro Stadtumbau-Förderung und rund 3,4 Millionen Euro Wohnraumförderung unterstützen.

Städtebauförderung

Stadtumbau Teilprogramm - Aufwertung:

Im Programmjahr 2017 wird eine Million Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Fördermittel werden unter anderem für die Fortführung der Modernisierung und Instandsetzung der stadtbildprägenden und erhaltensfähigen Gebäudesubstanz und  die Aufwertung des öffentlichen Raumes im Jahnschulviertel mit dem Denkmalbereich „Heisterbusch“ (Bürgermeister-Jahn-Straße und Wilhelmstraße) sowie der Elbuferpromenade der Bahnstraße eingesetzt. Darüber hinaus werden das Innenstadtmanagement und der Innenstadtfonds finanziert. In Kombination mit der EFRE-Förderung (Stadt-Umland-Wettbewerb) wird unter anderem der Clara-Zetkin-Park umgestaltet.

Stadtumbau Teilprogramm - Rückbau:

Im Programmjahr 2017 werden 250.000 Euro Bundes- und Landesmittel für die Fortsetzung des Rückbaus nicht mehr benötigter Gebäude im Allende-Viertel bewilligt.

Stadtumbau Teilprogramm – Sanierung, Sicherung und Erwerb (SSE):

Im Programmjahr 2017 werden 2,5 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel für die Sanierung und Sicherung von städtebaulich wertvoller Bausubstanz gemäß der Altbauaktivierungsstrategie in Kombination mit Wohnraumförderung vorrangig im Jahnschulviertel bewilligt. Wichtigste Einzelvorhaben sind unter anderem
die Ansiedlung des SOS-Kinderdorfs in der Schillerstr. 1/2 und der  Bürgermeister-Jahn-Straße 16 sowie die Projekte Goethestraße 7 und Johannes-Runge-Straße 12/13 in Verbindung mit der Lessingstraße 7.

Wittenberge hat seit 1991 knapp 67 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung erhalten. Für die Wohnraumförderung wurden bislang rund 34 Millionen Euro bewilligt.

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