Strategie der Landesregierung zur Förderung des Radverkehrs im Land Brandenburg bis 2030

Radverkehrsstrategie 2030

Radverkehr ©MIL, Sabine Metzlaff

Brandenburg hat sich in den letzten Jahren zum Fahrradland entwickelt. Besonders spiegelt sich dies im gewachsenen touristischen Angebot wider. 17 der 51 deutschlandweiten Routen verlaufen durch Brandenburg, ca. 25 Prozent der Urlaubsgäste im Land Brandenburg fahren Rad und ca. 850 Mio. Euro pro Jahr werden durch den Radtourismus in Brandenburg umgesetzt.

Brandenburg hat seit 1995 in den Bau von Radwegen stark investiert. Seitdem wurden neben der umfangreichen Förderung von kommunalen Radwegen rund 215 Millionen Euro in Radwege an Bundes- und Landesstraßen investiert. So konnten ca. 2.000 km straßenbegleitende Radwege u.a. zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer auf Schul- und Arbeitswegen realisiert werden.

Um auf diesem Weg kontinuierlich weiter voranzuschreiten wurde eine ressortübergreifende Strategie erarbeitet.

Radverkehrsstrategie bis 2030

  • Politische Grundlage ist die Mobilitätsstrategie der Landesregierung mit dem Ziel,
    • den Anteil des Umweltverbundes (Fuß, Rad, Öffentlicher Verkehr) am Modal Split von 47 Prozent (2008) auf über 50 Prozent in 2030 zu erhöhen sowie
    • regionale und lokale Konzepte für umweltfreundliche Nahmobilität zu unterstützen
  • Handlungsschwerpunkte
    • Infrastrukturelle Maßnahmen (Neubau und Erhaltung/Modernisierung): 
      • konzentrieren sich dabei auf eine Verlagerung von radverkehrsgeeigneten Fahrten, die zurzeit noch mit dem Auto erledigt werden, sowie die Schaffung von Angeboten zur kombinierten Nutzung von Fahrrad und öffentlichen  Verkehrsmitteln
    • Maßnahmen der Kommunikation: 
      • sollen der Schaffung eines radverkehrsfreundlichen Klimas (Spaß am Radfahren) und der Sensibilisierung für den persönlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Klimaschutz für heutige und künftige Generationen dienen
  • Ziele und Handlungsfelder
    • Radverkehrsinfrastruktur erweitern, erhalten und modernisieren
    • Förderung der Verknüpfung von ÖPNV und Fahrrad im Verbundgebiet Berlin-Brandenburg kundenfreundlich lenken, unterstützen und wo möglich auch fördern
    • Nahmobilität aus verkehrspolitischer und städtebaulicher Sicht als Voraussetzung für eine klima- und umweltfreundliche Mobilität in Städten und Gemeinden stärken
    • Informationen zu den positiven Effekten des Radfahrens für den Einzelnen und die Gesellschaft verbessern
    • Kommunikation zwischen Landesregierung und kommunaler Familie ausbauen
    • Bundes,-Landes- oder auch kommunale Aktionen zur Förderung des Radverkehrs initiieren und unterstützen
  • Organisation der strategischen Arbeit
    • über die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) Radverkehr
    • durch Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) Brandenburg
    • durch Schaffung der Stelle eines Radverkehrsbeauftragten der Landesregierung als zentralen Ansprechpartner und zur Steuerung und Koordinierung der ressortübergreifenden Aktivitäten

Die Landesregierung hat die von der Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung als Kabinettvorlage (KV MIL 473/17 ) eingebrachte Radverkehrsstrategie 2030 am 07.11.2017 beschlossen.


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