21.12.2017Raumordnungsverfahren für die Erdgasfernleitung EUGAL in Brandenburg abgeschlossen

Pressemitteilung

Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg hat das Raumordnungsverfahren für den Abschnitt der geplanten Erdgasfernleitung EUGAL im Land Brandenburg abgeschlossen. Die GASCADE Gastransport GmbH plant die Verlegung einer Pipeline in zwei Strängen, um das künftig durch die Ostseepipeline Nord Stream 2 anlandende Erdgas bis zur tschechischen Grenze weiterzuleiten. Zur Erhöhung des Gasdrucks ist eine Verdichterstation erforderlich, die am Standort Radeland in der Stadt Baruth/Mark geplant ist.

Im Raumordnungsverfahren wurde geprüft, inwieweit die Erdgasfernleitung raum- und umweltverträglich gestaltet werden kann. Dabei wurde festgestellt, dass die Trassenführung des 275 Kilometer lange Abschnitts durch Brandenburg weitgehend mit der bestehenden Erdgasfernleitung OPAL gebündelt wird. Das Projekt  EUGAL kann mit raumordnerischen Vorgaben  in Einklang gebracht werden. Dazu sind Auflagen zu berücksichtigen.

Die Auflagen beziehen sich u.a. auf Abstimmungen mit betroffenen Eigentü­mern und Nut­zern landwirtschaftlicher Flächen, auf die Minderung baubedingter Lärmbeeinträchtigungen und auf Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minderung baubedingter Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt. Außerdem wurden Anforderungen an die Trassenführung festgestellt. In sensiblen Abschnitten muss die Leitung mittels einer unterirdischen Horizontalbohrung verlegt werden. Dies ist ein aufwendigeres Verfahren als die übliche Verlegung der Rohre in Gräben. 

Auf Wunsch der Republik Polen wurde das Raumordnungsverfahren um eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung ergänzt. Diese ergab, dass keine wesentlichen Umweltauswirkungen auf das Nachbarland zu erwarten sind.

Hier ist die landesplanerische Beurteilung zu finden:  www.gl.berlin-brandenburg.de/sicherung-der-raumordnung/raumordnungsverfahren/artikel.502807.php

Baurecht für die Leitung gibt es erst nach Abschluss eines Planfeststellungsverfahrens, das das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Raumordnungsverfahrens durchführt. Für die Verdichterstation ist eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung durch das Landesamt für Umwelt erforderlich.

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