10.01.2018Schulen und Kitas mit Städtebaumittel gefördert

Förderbescheid für Grundschule in Briesen übergeben

Bauministerin Kathrin Schneider hat heute dem Amt Burg für die Gemeinde Briesen einen Förderbescheid über rund 943.000 Euro der Europäischen Union übergeben. Ministerin Schneider zieht eine positive Bilanz der Förderung in die Bildungsinfrastruktur im Land Brandenburg der Jahre 2009 bis 2017 aus Mitteln der Städtebauförderung von Bund, Land und der Europäischen Union.

Kathrin Schneider: „Gute Lebenschancen für alle, in Stadt und Land gleichermaßen, ist das Kernziel der Stadtentwicklungspolitik des Landes Brandenburg. Bildung gilt dabei als Schlüssel. Dank der Fördermittel in Höhe von 134 Millionen Euro konnten seit 2009 116 Schulen und 74 Kitas saniert sowie um- und ausgebaut werden. Besonderer Wert wird dabei auch auf Barrierefreiheit gelegt. Lebenswerte Nachbarschaften und vielfältige Quartiere sind die Grundlage für den sozialen Zusammenhalt. Deshalb fördern wir neben der Sanierung stadtbildprägender Gebäude, dem weiteren Stadtumbau sowie Straßen, Wegen und Plätzen auch öffentliche Bildungseinrichtungen, Kindertagesstätten, Bürgerhäuser und Stadtteilzentren.“

Förderbescheid Grundschule „Mato Kosyk“

Das Amt Burg mit der Gemeinde Briesen ist Kooperationspartner im Stadt-Umland-Wettbewerb unter dem Motto »Energiewandel gestalten – Landschaftswandel nutzen« mit Cottbus (Leadpartner), Guben, Forst (Lausitz), Drebkau, Gemeinden Kolkwitz und Neuhausen /Spree, Ämter Peitz und Döbern-Land. Es können für Projekte bis zu 13 Millionen Euro aus den EU-Strukturfonds EFRE, ELER und ESF ausgegeben werden.

Heute wurde der erste Zuwendungsbescheid übergeben. Gegenstand der Förderung ist ein zweigeschossiger Erweiterungsbau am denkmalgeschützten Schulgebäude der Grundschule „Mato Kosyk“ in Briesen. Ziel ist die Stärkung als inklusiver Schulstandort durch weitere Unterrichtsräume und multifunktional nutzbare Räume sowie die Sicherung der Barrierefreiheit durch den Einbau eines Fahrstuhls. Die Gesamtkosten betragen mehr als eine Million Euro, wovon 942.700 Euro aus EU-Mittel gefördert werden. Der Umbau soll 2019 abgeschlossen sein. 

Bilanz Bildungseinrichtungen 

Die Förderung von Kitas und Schulen ist aus den Bund-Länder- Städtebauförderprogrammen „Soziale Stadt“, „Stadtumbau“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Kleinere Städte und Gemeinden“ sowie dem Investitionspakt  „Soziale Integration im Quartier“ möglich.

Das Zusammenleben aller Bewohnerinnen und Bewohner in Brandenburg findet überwiegend in Städten und Gemeinden statt. Ziel der Städtebauförderung ist es auch, notwendige soziale Infrastrukturen zu verbessern, und deren Qualität zu fördern und somit auch insgesamt einen Beitrag zur Stadt- und Quartiersentwicklung zu leisten.

Besonders in benachteiligten Stadtteilen bestehen häufig Defizite in der sozialen Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur. Hier bedarf es besonderer Anstrengungen, um die Kinder und Jugendlichen an aktuelle Bildungsstandards heranzuführen und ein angemessenes Betreuungsangebot anzubieten. 

Seit 2009 sind insgesamt rund 93 Millionen Euro in den Um- und Ausbau von 116 Schulen geflossen. In 74 Kindertageseinrichtungen sind mehr als 41 Millionen Euro Städtebaufördermittel investiert worden. 

Beispiele

  • Eberswalde, Ortsteil Finow Kita „Nesthäkchen“ –gefördert mit 1,24 Millionen Euro aus dem Bund-Länderprogramm Stadtumbau. Barrierefreier Umbau mit moderner Heizung und Neugestaltung der Außenanlagen. Fertigstellung 2016.

  • Wittstock, Kita “Kinderland“ –gefördert mit 2,2 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogrammen „Energetische Sanierung“ und Stadtumbau. Sanierung des Bestandsgebäudes aus Backstein und Neubau mit angepasstem Material. Integrationskita, ausgezeichnet mit dem Baukulturpreis 2015. Fertigstellung 2013.

  • Kyritz, Kita „Kyritz-Mitte“ –Sanierung eines Fachwerkhauses, ergänzt durch Anbau –gefördert mit rund 2,3 Millionen Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Fertigstellung 2016.

  • Storkow, Kita in der ehemaligen Altstadtschule –gefördert mit rund 460.000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm. Fertigstellung 2014.

  • Luckau, Kita „Gottessegen“ –Teil der Umnutzung der ehemaligen Justizvollzugsanstalt zur Kita mit Indoorspielplatz -gefördert mit 2,6 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm „Energetische Sanierung“. Fertigstellung 2011.

  • Cottbus, Max-Steenbeck-Gymnasium  –gefördert mit 5,8 Millionen Euro aus Programmen von Bund, Land und EU, energetische Sanierung und Außenanlagen. Fertigstellung 2012.

  • Angermünde, Freie Schule Angermünde –barrierefreier Umbau eines historischen Schulgebäudes –Bewilligung 2,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb.

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