Neuer Ort für Bildung und Kultur in Gransee

Aktuell befindet sich die Stadtbibliothek noch am südöstlichen Rand der Granseer Altstadt in der Aula der Werner-von-Siemens-Schule. Mit der Verlagerung der Bibliothek an den Klosterplatz soll einerseits die klassische Bibliotheksfunktion zentralisiert und andererseits unter Einbezug des denkmalgeschützten Klausurflügels des Franziskanerklosters aus dem 14. Jahrhundert und des städtischen Schulgebäudes aus dem 19. Jahrhundert Flächen für Kommunikation und Information über die Region geschaffen werden. Darüber hinaus sollen an dem Standort zukünftig auch Räumlichkeiten für das kulturhistorische Stadtarchiv, für Ausstellungen und Veranstaltungen sowie für saisonale oder zeitweilige, veranstaltungsbezogene Gastronomie zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Wettbewerbsaufgabe wurde ein neues Erschließungskonzept für das Gebäudeensemble, eine bauliche Verbindung zwischen Klausurflügel und Schule, eine behindertengerechte Planung sowie die Entwicklung eines energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzeptes abgefordert. Ein behutsamer Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz unter Vorgaben der Denkmalpflege war zu beachten. 

Mit Entscheidung des Preisgerichts vom 24.11.2017 wurde der Entwurf des Berliner Büros Chestnutt_Niess Architekten BDA als Sieger mit einem Preisgeld in Höhe von 13.200,00  Euro prämiert. Der Entwurf gehe in besonderem Maße zurückhaltend mit dem baulichen Bestand um und mache die einzelnen Zeitschichten in angemessener Weise sichtbar, so das Preisgericht. Darüber hinaus seien auch die Nutzungsverteilung und die bauliche Ausformung sehr gut gelungen. Neben dem Siegerbüro gewannen das Potsdamer Architekturbüro Kühn- von Kaehne und Lange (2. Platz) und das Südthüringer Büro STUDIO GRÜNDER KIRFEL GbR aus Bedheim (3. Platz) Preisgelder für ihre Entwürfe. Die Wettbewerbsbetreuung oblag dem erfahrenden Berliner Büro Fiebig Schönwälder Zimmer.