03.05.2018MIL-Konferenz mit internationalen Experten

Stadt-Umland Kooperation und EU-Förderperiode ab 2021

Mehr als 170 Gäste aus dem In – und Ausland sind heute zu der zweitägigen  Fachkonferenz „Gemeinsame Entwicklung von Städten und ihren Umlandgemeinden in Brandenburg und Europa" nach Potsdam gekommen. Veranstaltet wird die Konferenz vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung. Am ersten Konferenztag ging es unter anderem um Erfahrungen bei der Zusammenarbeit der Städte mit ihrem Umland. Ein weiteres Thema war die künftige Ausgestaltung der neuen EU-Förderperiode ab 2021. Morgen ist die Besichtigung des Entwicklungsgebietes in Potsdam-Krampnitz vorgesehen.

„Mit dem Start des Stadt-Umland-Wettbewerbs vor zwei Jahren haben wir ein einzigartiges Experiment in der Europäischen Union gewagt. Heute können wir sagen: Die Kooperation der Städte mit ihren Umlandgemeinden ist erfolgreich. Allerdings ist das Fördergeschäft noch zu kompliziert. Deshalb  setzen wir uns dafür ein, dass die  Rahmenbedingungen vereinfacht werden. Die Städte und ihr Umland müssen auch in der nächsten Förderperiode unterstützt werden. Wenn es uns gelingt mehr kleine und mittlere Unternehmen in den Städten zu halten, nützt das der gesamten Region. Ebenso gefragt sind moderne und energieeffiziente Mobilitätslösungen für die Stadt der kurzen Wege und für die Pendlerbeziehungen in ihr Umland“, sagte Ministerin Schneider in ihrer Rede vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung.

Schneider hob hervor, dass es im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs, Projekte  unterstützt werden können, für die es zuvor keine Fördermöglichkeiten gab. Ein Vorhaben aus Eberswalde ist dafür ein Beispiel. Bewilligt wurden knapp eine Million Euro für ein Vorhaben aus der Stadt-Umland-Strategie „Grün. Clever. Gemeinsam. Perspektiven für Lebensqualität aller Generationen gemeinsam gestalten“ der Kooperationspartner im Raum Eberswalde, Ämter Biesenthal-Barnim, Britz-Chorin-Oderberg, Joachimsthal, Gemeinde Schorfheide. Mit dem Geld soll die Sanierung der Konversions- und Brachfläche „Märkische Heide“ umgesetzt werden. Auch die in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Bernau gelegene Konversionsfläche (Liegenschaft Schönefelder Weg) soll entwickelt werden. Geplant ist die ehemaligen Kasernengebäude zu Wohnzwecken um- und auszubauen und die Flächen als Park- und Freizeitflächen zu gestalten. Mehr dazu unter:

http://www.mil.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.508149.de

http://www.mil.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.543375.de

Aus dem Gesamtvolumen des Stadt-Umland-Wettbewerbs von 213 Millionen Euro sind bislang 30 Millionen Euro bewilligt, beantragt sind 43 Millionen Euro. Zahlreiche größere Projekte sind in der Planung, sodass davon ausgegangen werden kann, dass sich die Bewilligungssumme kontinuierlich erhöht.

Am Stadt-Umland-Wettbewerb hatten sich Ober- oder Mittelzentren beteiligt, die mit einer oder mehreren Kommunen in ihrem jeweiligen Verflechtungsbereich eine Kooperation gebildet hatten. Insgesamt 38 Kooperationen hatten im Hauptverfahren des Wettbewerbs Strategien für den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum eingereicht. Ausgewählt wurden 16 Entwicklungskonzepte, die von der Jury als besonders zukunftsweisend eingeschätzt wurden.

Beispiele dafür sind der Umbau der Freien Schule in Angermünde und die Sanierung und der Ausbau der ehemaligen Schlosserei auf dem Wittstocker Bahnbetriebsgelände. In das denkmalgeschützte Gebäude soll später der Jugendklub „C60“ einziehen. Mehr zu den Beispielen unter folgenden Links: 

http://www.mil.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.541214.de

http://www.mil.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.547005.de

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