Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung zur Sicherung einer lebenswerten Zukunft

Lübbenau, neue Einfamilienhäuser im Bestand, Rückbau von 4 auf 2 Etagen Lübbenau, Rückbau © Prof. Dr. Koziol, BTU Cottbus

Das Land Brandenburg bekennt sich zum Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung. Die Landesregierung hat mit der Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Brandenburg die Grundlage für eine breite Debatte in Brandenburg gelegt. Das MIL bringt sich aktiv in den laufenden Nachhaltigkeitsdialog mit der Zivilgesellschaft ein (siehe Hinweise in der rechten Textbox).

Zukunftstrends

Nachhaltigkeit ist kein statischer Zustand, der einmal erreicht für immer fortwirkt. Das Leitbild der Nachhaltigkeit erfordert ein integratives, transparentes, zielgesteuertes und abrechenbares Herangehen an die (gesellschafts)politischen Aufgaben, um die Gesellschaft fortlaufend an neue Herausforderungen anzupassen und zu modernisieren. Letztlich geht es darum, das Leben zukünftiger Generationen in Brandenburg zu sichern. Wichtige Zukunftstrends sind daher Ausgangspunkt der Überlegungen.

So wird die alternde Gesellschaft neue Ansprüche an das Wohnen und die Infrastruktur stellen. Ältere werden eine wachsende Rolle auf dem Arbeitsmarkt wie auch als Ehrenamtliche spielen. Zur Erhaltung der Zukunftsfähigkeit in den Städten und ländlichen Räumen muss dem Fachkräftemangel entgegen gewirkt werden. Dabei geht es um die Qualifizierung und Vermittlung der vorhandenen Arbeitskräfte in Beschäftigung. Die junge Generation muss in der Region gehalten, die Zuwanderung und Integration von Arbeitskräften unterstützt werden.

Bahnsteig mit Zug- und BusverkehrÖffentlicher Personennahverkehr © MILDie Folgen des Klimawandels sowie erforderliche Maßnahmen zum Klimaschutz werden eine weiter wachsende Rolle in der räumlichen Planung, beim Bauen und im Bereich der Mobilität spielen.

In allen Bereichen werden die enger werdenden finanziellen Spielräume der verschiedenen staatlichen Ebenen Handlungsspielräume verändern und die Notwendigkeit erhöhen, in Kooperation mit anderen staatlichen Ebenen, der Wirtschaft sowie der Zivilgesellschaft die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Schwerpunkte des MIL

Vor diesem Hintergrund erachtet das MIL für seinen Verantwortungsbereich die im Folgenden benannten Handlungsschwerpunkte für besonders dringlich:

In dem Schwerpunkt Energie- und Klimaschutz geht es insbesondere darum, Regionen und Kommunen zur Entwicklung von Klimaschutz- und energiepolitischen Konzepten, die auch die Nutzungskonflikte zwischen den verschiedenen Formen erneuerbarer Energien, der Flächennutzung und anderen Bereichen berücksichtigen, zu aktivieren.

Verschiedene DämmstoffeVerschiedene Dämmstoffe © MILEin Schwerpunkt einer nachhaltigen Mobilitätspolitik wird es sein, die Verkehrspolitik als ressort- und fachübergreifende Querschnittsaufgabe stärker zu verankern. So wirken beispielsweise Entscheidungen anderer Fachpolitiken auf die Verkehrsströme. Organisation und Finanzierung der Mobilität sind anzupassen, um den öffentlichen Nahverkehr dauerhaft als eine Stütze der Daseinsvorsorge und der wirtschaftlichen Entwicklung in den ländlichen Raum wie in den Städten zu erhalten.

Im Schwerpunkt nachhaltiges Planen, Bauen und Entwickeln geht es neben den Fragen nachhaltigen Planens und zukunftsfähigen Bauens um nachhaltige Landesentwicklung, die Sicherung einer nachhaltigen Daseinsvorsorge sowie um nachhaltige Stadt- und Dorfentwicklung. Die Kommunen sollen bei der Sicherung der Daseinsvorsorge konzeptionell unterstützt werden. Regionale integrierte ländliche und städtische Entwicklungskonzepte sollen miteinander verknüpft werden.

Grafik zur Nachhaltigen EntwicklungBeim Bauen geht es beispielsweise um die Sicherung der langfristigen Tragfähigkeit staatlicher Investitionen, die Berücksichtigung der Lebenszyklen von Produkten und Investitionen sowie das energiesparende Bauen auch mit nachwachsenden Rohstoffen.

In dem Schwerpunkt nachhaltiges Verhalten geht es um die Bereiche Verkehrserziehung, z. B. die Werbung für die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel wie das Fahrrad oder für mehr Verkehrssicherheit und um die Verbesserung der Energieeffizienz beim Wohnen und Bauen.

Strategie für eine nachhaltige Entwicklung Brandenburgs

In vielen der genannten Schwerpunkte werden bereits Lösungsansätze erkennbar, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten (siehe Heft 4/ 2010 des MIL AKTUELL). In anderen Bereichen wird an neuen, nachhaltigen Lösungen gearbeitet. Im Dialog der Politik mit Unternehmen und Verbänden, mit der Zivilgesellschaft, der Fachöffentlichkeit, den Städten und Regionen zur Umsetzung der Landesstrategie für nachhaltige Entwicklung bringt das MIL seine Fachexpertise ein, um ein „lebenswertes, ökonomisch starkes, sozial gerechtes und seine natürlichen Reichtümer schützendes Brandenburg“ zu erreichen und zu erhalten.

 

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