Integriertes Stadtentwicklungskonzept Königs Wusterhausen

Ziele des INSEKs in Königs Wusterhausen waren bis 2012 vor allem die Etablierung und Stärkung von Strukturen, Bündelung von Aktivitäten und Mobilisierung von Akteuren für die Übernahme von Aufgaben. Bis 2014 sollen die aufgebauten Netzwerke verstetigt werden. Hierzu ist zum Beispiel geplant, einen Verfügungsfonds im Sinne der Brandenburgischen Richtlinie zur Städtebauförderung einzurichten, um neue und tragfähige Finanzierungsquellen zu erschließen.

Bild: MIL

Die Erarbeitung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts ist in der Regel Grundlage für Fördermaßnahmen von Bund und Ländern, sowie EU-Programmen wie EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung). Das Land Brandenburg hat sich mit der Maßgabe „Stärken stärken“ zum Ziel gesetzt, insbesondere Orte mit wirtschaftlichen Potenzialen im Rahmen von „Regionalen Wachstumskernen“ zu fördern. Königs Wusterhausen bildet mit den Städten Schönefeld und Wildau den Regionalen Wachstumskern „Schönefelder Kreuz“. Im Kontext des Flughafenausbaus BER liegt der Schwerpunkt auf infrastrukturellen Maßnahmen.

2007 wurden die Schlüsselmaßnahmen

  1. Mittelzentrale Funktionen in der Innenstadt,
  2. Funkerberg: Standort für Kultur und Bildung mit überörtlicher Bedeutung und
  3. Neubaugebiet: Lebensmittelpunkt für alle Generationen

definiert.

Beispielhafte Beteiligungsaspekte

Schlüsselmaßnahme ist die Einrichtung eines Quartiersmanagements im Neubaugebiet. Dieses ist u.a. mit der Vernetzung von Aktivitäten befasst. Die Initiierung eines Beirats Aktionsfonds gehört ebenfalls dazu. Für die Händler und Unternehmen richtete das Citymanagement den Treffpunkt City als Informations- und Diskussionsforum ein.

Der Bürgertreff Fontaneplatz: Die Entwurfsvarianten für den neuen Treffpunkt begutachtete ein Expertenkolloquium zusammen mit dem Quartiersrat, der die weiteren Schritte vorbereitete. Die Qualität der eingereichten Entwurfsplanung und die Aussagen der darauf aufbauenden Stellungnahmen der Experten nahmen die Auftraggeberin Stadt Königs Wusterhausen und die Fördermittelinstitutionen zum Anlass, die Entwurfslösung noch einmal grundsätzlich zu überdenken und in einem erneuten Kommunikationsprozess mit den Bewohnern diskutieren zu lassen.

Zum Verfahren

Bei der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für die Schlüsselmaßnahme "Funkerberg: Standort für Kultur und Bildung mit überörtlicher Bedeutung" arbeitet die Kommune mit der Forschergruppe Innovations- und Regionalforschung der Technischen Hochschule Wildau zusammen. Diese Kooperation floss auch in die 2. Standortkonferenz Wildau im Juni 2011 mit dem Thema „Innovation Hub Funkerberg“ ein.

Maßnahme Treffpunkt Bahnhof: Mit den relevanten Maßnahmenträgern und Fördermittelinstitutionen wurden regelmäßige Abstimmungs- und Koordinierungsrunden eingerichtet, die der weiteren Konkretisierung der Einzelprojekte und Zuständigkeiten dienen.

Einrichtung eines City- und Geschäftsstraßenmanagements unter Einbindung der lokalen Akteure: Die Verortung des Büros in räumlicher Nähe zum Tourismusverein schafft Synergieeffekte, wobei sich die hohe personelle Kontinuität als gewinnbringend für die Planung erweist.

Wer macht mit?

Verschiedene städtische Akteure kooperieren in unterschiedlichen Gremien (Treffpunkt City, Quartiersrat usw.) miteinander. Beim Bürgertreff Fontaneplatz sind das z.B. das Bündnis für Familie, Mehrgenerationshaus, AWO, 2. Bildungsweg, Europaschule Herder, Stadtjugendring, Familienzentrum, Centermanagement, Wohnungsbaugenossenschaft, Wohnungsbaugesellschaft.

Beteiligungszeitraum und Ressourcenaufwand

Für die Erarbeitung des INSEKs wurde 2007 ein externes Büro beauftragt. Das INSEK wird fortgeschrieben. Der im Leitbildsalon der Stadt Königs Wusterhausen zu erarbeitende Planungshorizont erstreckt sich bis 2030.