Spielplatzkonferenz Brandenburg a. d. Havel

Die Stadt Brandenburg an der Havel baut im Vorfeld der Bundesgartenschau 2015 einen zentralen Großspielplatz auf der innerstädtischen Grünanlage auf dem Marienberg. Dieser Spielplatz liegt nahe an der historischen Innenstadt, aber auch an den vorstädtischen Wohngebieten im Norden der Stadt.

© Planergemeinschaft Kohlbrenner

Er ist somit als wichtiger Spielstandort identifiziert und für das EFRE - Förderprogramm Nachhaltige Stadtentwicklung vorgesehen worden.  Gartendenkmalpflegerische Rahmenbedingungen schränken die Gestaltungsmöglichkeiten allerdings ein und machen die Entwurfsplanung zur Herausforderung. Wegen der großen Bedeutung dieses Spielplatzes wird eine Spielplatzkonferenz durchgeführt, um Kinder und Jugendliche an der Planung zu beteiligen.

Beispielhafte Beteiligungsaspekte

Die Stadt Brandenburg an der Havel hat ihre jahrelangen Erfahrungen mit der Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die städtischen Planungen (breite Beteiligung, Elternkonferenzen) in die aktuellen Überlegungen einfließen lassen und sich zum Spielplatz Marienberg für die Durchführung einer nichtöffentlichen Konferenz entschieden. An der Spielplatzkonferenz im November 2012 nehmen zum einen Interessenvertreter aus Schulen, Kindergärten und Jugendklubs teil, zum anderen eine ausgewählte Gruppe aus Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersklassen (Kita – Grundschule – Gymnasium).

Zum Verfahren

Die Auswahl der Kinder und Jugendlichen für die Beteiligung erfolgte über die Schulen und Einrichtungen in der Nachbarschaft des Marienbergs. Die von der Stadt beauftragten Planer haben Kontakt mit den Schulen aufgenommen, um interessierte und engagierte Gruppen zu finden bzw. zusammenstellen. Zusätzlich wurde in der Presse zur Beteiligung an diesem Verfahren aufgerufen. Dieser Ansatz, der Merkmale einer „Panel- Befragung“ hat, ist aus städtischer Sicht wirksamer als eine öffentliche Beteiligung aller jungen Stadtbürger, wenn eine fokussierte Diskussion von Alternativen gewünscht und konkrete Arbeitsergebnisse als Planungsgrundlage benötigt werden. Die Spielplatzkonferenz ist mit der Entwurfsplanung verknüpft und soll in eine zügige Ausführungsplanung münden, um Mitte 2013 mit den Baumaßnahmen beginnen zu können.

Erwartet wird, dass mit der Spielplatzkonferenz über konkrete Gestaltungsfragen hinaus die Diskussion über Stadträume und Plätze für Jugendliche neu angestoßen werden kann, ein Schritt in Richtung einer umfassenderen Leitplanung, die diese Fragen im städtischen Gesamtkontext behandelt.

Beteiligungszeitraum und Ressourcenaufwand

Die Finanzierung der Spielplatzkonferenz und des damit verbundenen Verfahrens erfolgt über Haushaltsmittel der Stadt. Diese Maßnahme ist dabei ein erster Baustein im Zusammenhang mit weiter gehenden städtischen Ansätzen zur Bürgermitwirkung im Zuge der Vorbereitung der Bundesgartenschau 2015, die sich u.a. mit Fragen des Stadtbild und der Gestaltung öffentlicher Räume auseinandersetzen wird.

Externe Links

Informationen zum EFRE-Programm zur nachhaltigen Stadtentwicklung