"denkmal aktiv" - Kulturerbe macht Schule

Das Schulprogramm „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule” der Deutschen Stiftung Denkmal­schutz schafft es deutschlandweit seit vielen Jahren, Kinder und Jugendliche für die Themen Baukultur und Denkmalschutz zu begeistern. Damit ist das Programm ein guter Ansatz, um die Auseinandersetzung junger Menschen mit ihrer gebauten Umwelt und ihre Mitwirkung an Prozessen der Stadtentwicklung zu fördern. Auf diese Weise trägt das Programm zusätzlich zu einer Stärkung der eigenen Heimatverbundenheit bei. 

© MIL, H.J.Stricker

Um den Spielraum für die Projektdurchführung an Brandenburger Schulen zu vergrößern, unterstützt das MIL die Initiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit Landesmitteln.

Zum Verfahren

Schulen können sich mit einem Projekt zu einer lokalen/regionalen Fragestellung bewerben und über ein Schuljahr inhaltliche und finanzielle Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhalten.

Damit die Schulen mit ihren Projekten nicht allein gelassen werden, organisiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz eine laufende Betreuung mit Auftakt- und Abschlussveranstaltung für die Lehrer/-innen und die Schüler/-innen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass den Schulen vor Ort weitere Unterstützer/-innen zur Verfügung stehen. Das können ortsansässige Architekten/-innen, Mitarbeiter/-innen der Verwaltung oder auch Künstler/-innen, Restauratoren/-innen oder einfach interessierte fachkundige Bürger/-innen sein, die den Schulen ihr Wissen zur Verfügung stellen. Die „denkmal aktiv“-Projekte führen die Schüler/-innen mit ihren Lehrern/-innen und den jeweiligen externen Fachpartnern/-innen durch. Die Beschäftigung der Schulteams mit dem Kulturdenkmal ihrer Region findet etwa im Unterricht, in schulischen Arbeitsgemeinschaften oder als Ganztagsangebot statt. Projekte können historische Einzelbauten, Denkmalensembles, Welterbestätten, Grünanlagen oder historische Elemente einer Kulturlandschaft thematisieren.

Im Land Brandenburg haben sich die Bürgermeister/-innen und ihre Stadtverwaltungen teilweise selbst darum bemüht, in den Schulen für eine Teilnahme an diesem Projekt zu werben. Die Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen, in der 31 brandenburgische Städte zusammenarbeiten, hat dabei wesentlich mitgeholfen.

Beispielhafte Beteiligungsaspekte

Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Jahrgangsstufen konnten sich im Rahmen von „denkmal aktiv“ mit dem bebauten Lebensumfeld ihrer Heimat kritisch und vor allem auch kreativ auseinandersetzen. Die Arbeitsergebnisse der jungen Leute sind meist wiederum für Gleichaltrige interessant und nutzbar. So wurden in den einzelnen Projekten beispielsweise Filme gedreht, Kartenspiele hergestellt oder aber Stadtrundgänge für Kinder unter Einsatz Neuer Medien entwickelt, (z. B. Audioguides zu Beeskow, s. „Externe Links“).

Zum Erfolg der Projekte hat die gute Organisation, Betreuung und Mitfinanzierung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen beigetragen. Ohne diese Unterstützungsleistung wären die Schulen in Brandenburg nicht in der Lage gewesen, die Projekte durchzuführen. 

Wer hat mitgemacht?

Mittlerweile konnten durch das Programm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz rund 5.000 Schulprojekte in ganz Deutschland durchgeführt werden. Davon fanden im aktuellen Schuljahr 2017/18 sechs Projekte an Brandenburger Schulen statt.