Informelle Planverfahren

Informelle oder nichtförmliche Planungen können unterschiedlichste Planungsgegenstände, -inhalte und Raumbezüge zum Gegenstand haben:  von strategischen Planungen, wie z.B. Leitbildprozesse für Kommunen oder Regionen bis hin zur Planung konkreter Einzelvorhaben, wie z. B. die Gestaltung eines öffentlichen Raumes, eines Gebäudes oder eines Springbrunnens können sie verschiedenste Inhalte thematisieren. Sie sind für Beteiligungsprozesse besonders gut geeignet!

Nichtförmliche Planverfahren können eigenständig oder im Zusammenhang mit formellen Planungen durchgeführt werden. Sie können genutzt werden, um eigene Belange einzubringen und gegebenenfalls neue Diskussionen zu eröffnen, die bei nachfolgenden förmlichen Planungen möglicherweise schwieriger zu führen wären.

Planungsgruppe Stadt+Dorf I Urbanizers

In nichtförmlichen Planverfahren werden häufig die Grundlagen für nachfolgende, auch formelle Verfahren, erarbeitet und abgestimmt. Ein Beispiel dafür ist ein Architekturwettbewerb, in dem ein Entwurf für eine zukünftige Bebauung ausgewählt wird, der die Grundlage für ein nachfolgendes (formelles) Bebauungsplanverfahren bildet. Gleiches gilt auch für Leitbildprozesse, in denen Ziele, Leitbilder oder -linien für eine zukünftige Entwicklung abgesteckt und beschlossen werden, auf denen weitere Planungen basieren.

Nichtförmliche Planverfahren haben häufig auch andere Inhalte: z.B. Formulieren von Zielen und Handlungsempfehlungen, Aufzeigen von Umsetzungswegen für dargestellte Maßnahmen, Prioritätensetzungen, Sozialplanung.

Die Beteiligungsformen können frei gestaltet werden. Häufig wird auch online informiert.