Was ist eigentlich informelle und was formale Beteiligung? Und was hat das mit meinen Möglichkeiten und Grenzen zu tun?

Planer unterscheiden zwischen formellen, also gesetzlich geregelten, und informellen, von den Akteuren flexibel gestaltbaren Verfahren. Zu den formellen Verfahren gehören z.B. die kommunale Bauleitplanung (Flächennutzungs- und Bebauungspläne).

Je nach Art und Stand eines Planungsverfahrens sind die noch offenen Handlungsspielräume der Verwaltung mehr oder weniger groß.

Nichtförmliche Beteiligungsverfahren bieten oft mehr Einflussmöglichkeiten als förmliche, durch Rechtsvorschriften geregelte Verfahren. Die informellen Verfahren können flexibel und auf Austausch orientiert gestaltet werden und finden gerade in den frühen Phasen der politischen Willensbildung, Zielfindung und Konzepterarbeitung statt, um zunächst Handlungsgrundlagen zu schaffen.

In solchen Planverfahren werden häufig die Grundlagen für nachfolgende, auch formelle Verfahren, erarbeitet und abgestimmt. Daher ist es auch häufig so, dass der Einfluss der sich beteiligenden Bürgerinnen und Bürger auf ein Projekt in dieser Phase noch sehr viel größer ist als später im formellen Verfahren.