27. April 2016

Themencollage © MIL

Unter dem Schwerpunkt „Sozialer Wohnungsbau und seine Bedeutung in der Bauleitplanung“ fand am 27. April 2016 die erste Arbeitsberatung des Jahres mit den Planungsamtsleitungen statt.

Die besondere Relevanz des sozialen Wohnungsbaus sollte verstärkt auch in der Arbeit der Planungsämter der Landkreise und kreisfreien Städte Berücksichtigung finden.

Dieses Erfordernis erwächst aus der Tatsache, dass die Gemeinden bislang ihrer kommunalverfassungsrechtlichen Verpflichtung zur Verbesserung der Wohnungen der Einwohner durch den sozialen Wohnungsbau und die Förderung des privaten und genossenschaftlichen Bauens sowie durch eine sozial gerechte Verteilung der Wohnungen (§ 2 Abs. 2 BbgKVerf) nicht durchgehend gerecht werden. Insbesondere in den wachsenden Gemeinden des Landes sind jedoch auch einkommensschwache Bevölkerungsgruppen und aufenthaltsberechtigte Flüchtlinge mit preiswertem Wohnraum zu versorgen. Dabei gilt es, mit Hilfe einer Durchmischung im Quartier (Münchener Modell) sowie baulicher Festlegungen hinsichtlich des Anteils sozialer Wohnraumflächen, die Entstehung sozialer Brennpunkte zu vermeiden. Des Weiteren sollte mit Blick auf die demographische Entwicklung der Gesellschaft, gerade auch in ländlichen Regionen, Wohnungsbau für -solvente, ortsgebundene- „Eigenheimaufgeber“  geplant und geschaffen werden.

Vor diesem Hintergrund wurde die Bitte formuliert, dass die höheren Verwaltungsbehörden die kreisangehörigen Gemeinde für den – sozialen – Wohnungsbau sensibilisieren und zugleich für künftige Bauleitplanungen ausdrücklich auf die bundesgesetzlichen Vorgaben in § 1 Abs. 6 Nr. 2 und 3 i.V.m. Abs. 7 BauGB hinweisen.

Die Tagesordnung der Arbeitsberatung sowie alle Vorträge zu den einzelnen Tagesordnungspunkten finden Sie rechts unter „Anlagen“.