Gebäudeensemble in Luckau ist Denkmal des Monats Juli

Fassade während der Sanierung © MIL

Im 16. Jahrhundert erbaut, ist es als einstiger Teil der Stadtbefestigungsanlage und ehemalige Stadtschule nicht nur von stadtgeschichtlicher, sondern durch seine Größe auch von stadtbildprägender Bedeutung. 

Ab Ende der 1980er Jahre stand das Gebäude fast vollständig leer, was der Bausubstanz keinen Gefallen getan hat. Aus diesem jahrzehntelangen Leerstand in exponierter Lage wurde ein städtebaulicher Missstand, dessen Behebung ein wichtiges Anliegen der Stadt Luckau war. 

2005 fiel der Startschuss für die behutsame Sanierung, bei der die spätmittelalterliche Bausubstanz wieder freigelegt und einbezogen worden ist. Entstanden sind vierzehn seniorengerechte und zwei behindertengerechte Wohnungen. Damit wurde dem Gebäudeensemble wieder Leben eingehaucht. Dieses Beispiel zeigt, dass Senioren und Menschen mit Behinderungen nicht in die Randlage gedrängt werden, sondern „mittendrin“ sein können und wollen.

Rückansicht © MILInsgesamt wurden für die Sanierung über 830.000,00 Euro des Bundes, des Landes und der Stadt aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz zur Verfügung gestellt. Darunter auch für miet- und belegungsgebundene Wohnungen. Über eine Ausnahmegenehmigung des MIL wurden zwei Fahrstühle für barrierefreie Zugänge eingebaut. Die Hofgestaltung mit Aufenthaltsqualität wurde nicht vergessen.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.