Treuenbrietzen hat das Denkmal des Monats August

Nikolaikirche Treuenbrietzen © Ralf Hoffmeister, Stadtkontor

Wie der gesamte mittelalterliche Stadtkern Treuenbrietzens steht auch die Nikolaikirche mit der frühgotischen kreuzförmigen Gewölbebasilika im gebundenen System unter Denkmalschutz. Das Baujahr wird Mitte des 13. Jahrhunderts vermutet.

Das Besondere an der Kirche ist der sogenannte Vierungsturm. Dieser quadratische Raum mit Turm kennzeichnet in Kirchen mit kreuzförmigen Grundriss den Übergang vom Chor zum Langhaus. Dieser Baustil ist im Land Brandenburg einmalig. Interessant: die Kirche steht an der mittelalterlichen Fernhandelsstraße zwischen Mähren/Böhmen und Magdeburg.

So viel Geschichte galt es, wieder bewusst sichtbar und erlebbar zu machen. Die Revitalisierung des öffentlichen Raumes im Umfeld der Nikolaikirche ist ein gelungener Beleg dafür. So wurden markante Sichtbeziehungen zur stadtbildprägenden Nikolaikirche ermöglicht und ein kleiner, aber feiner Platz am Eingangsbereich zum Kirchhof angelegt. Auch wurde eine fußläufig ansprechende, barrierefreie Verbindung zwischen der sanierten Breiten Straße, Bäckerstraße und der Neuen Marktstraße hergestellt.

Die Nikolaikirche ist mit einem Ausstellungsträger Bestandteil der Stadtraumausstellung „Prediger und Bürger“, die eine Entdeckungsreise in und um die Zeit der Reformation ermöglicht.

Insgesamt wurden 250.000 Euro aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz eingesetzt.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.