Radverkehr

Fahrradverkehr im Land Brandenburg

Abgestellte Fahrräder in einer Reihe © MIL

Kein Verkehrsmittel wird so unterschätzt wie das Fahrrad, dabei ist es eine sinnvolle Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Fahrradfahren ist nach Wandern und Schwimmen die drittbeliebteste Freizeitbeschäftigung der Deutschen.

In den Niederlanden wird für ca. 27 Prozent aller Wege das Fahrrad benutzt. In einigen Städten liegt der Radverkehrsanteil sogar bei rund 40 Prozent. In einigen Städten ist das Fahrrad das ideale Beförderungsmittel für Entfernungen bis etwa 5 Kilometer. Gleichzeitig ist die Erhöhung des Fahrradanteils am Gesamtverkehr im Rahmen einer integrierten Verkehrspolitik auch ein Beitrag zur Sicherung der Gesamtmobilität.

Im Land Brandenburg gibt es zur Zeit ca. 2.700 km straßenbegleitende Radwege an Bundes-, Landes- und Kommunalstraßen, davon 1.400 km an Bundes- und Landesstraßen. Der 630 km lange Radwanderweg Berlin-Kopenhagen führt den Benutzer etwa 122 km durch die schönsten Gegenden des Landes Brandenburg. Mit dem Projekt "Nationaler Radverkehrsplan" will das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen einen breiten gesellschaftlichen Dialog über neue Wege zur Fahrradförderung initiieren.

Ziel ist es, alle Aktivitäten im Fahrradbereich zu bündeln und die Aktivitäten der Kommunen, Länder und des Bundes zu koordinieren u.a. durch:

  • Koordinierung der fahrradtouristischen Angebotspalette
  • Vernetzung mit Nahverkehrsunternehmen (ÖPNV) und Bahnen
  • Weiterentwicklung der national bedeutenden Radwege
  • Vorrang der Schaffung eines Radwegenetzes vor einem bloßen Ausbau von Wegen
  • Stärkere Nutzung der Mittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz
  • ein Wettbewerb um das beste radfreundliche Konzept

Das Rad hat positive Effekte für die Umwelt (Reduzierung der Abgase, Lärmminderung, geringer Flächenbedarf für ruhenden und fließenden Kfz-Verkehr). Die gesundheitliche Vorteile einer stärkeren Fahrradnutzung (Fitness, Prävention von Bewegungsmängeln und Übergewicht) sind erwiesen. Gleichzeitig ist eine Förderung des wirtschaftlichen Wachstums im Tourismus und bei mittelständischen Fahrradunternehmen zu verzeichnen. In den Straßenbauämtern gibt es für die Wahrnehmung der Belange der Radfahrer Radverkehrsbeauftragte und es existiert auch eine Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) unter Leitung des MIL.

Weiterführende Beiträge:

  • Strategie der Landesregierung zur Förderung des Radverkehrs im Land Brandenburg bis 2030

    Radverkehrsstrategie 2030

    Radverkehr ©MIL, Sabine Metzlaff

    Brandenburg hat sich in den letzten Jahren zum Fahrradland entwickelt. Besonders spiegelt sich dies im gewachsenen touristischen Angebot wider. 17 der 51 deutschlandweiten Routen verlaufen durch Brandenburg, ca. 25 Prozent der Urlaubsgäste im Land Brandenburg fahren Rad und ca. 850 Mio. Euro pro Jahr werden durch den Radtourismus in Brandenburg umgesetzt.

  • Analyse von Radverkehrsströmen

    Radverkehrsanalyse Brandenburg - Ergebnisbericht

    Bisher lagen deutschlandweit kaum Daten über die tatsächliche Nutzung von Radwegen vor, obwohl der Radverkehr erhebliche Bedeutung für die Mobilität in Deutschland besitzt. Aus diesem Grunde hat das Land Brandenburg in 2008 ein Projekt initiiert, womit erstmalig flächendeckende Daten über die Nutzung der Radverkehrsinfrastruktur für den Alltags- als auch für den Freizeitverkehr erfasst und ausgewertet werden können.

  • Verkehrssicher auf dem Rad und zu Fuß

    Radverkehr, Radwege und Vorschriften für Verkehrsteilnehmer

    Radfahrer auf Landstraße © MIL

    Viele Menschen haben als Flüchtlinge in 2015 unser Land erreicht. Damit sich jeder von ihnen im Straßenverkehr sicher bewegen kann, möchten wir auf einen Flyer aufmerksam machen, der die wichtigsten Verkehrsregeln in mehreren Sprachen und Bildsprache erklärt.

  • Fahrradcheck

    Das braucht ein verkehrssicheres Fahrrad

  • Hinweise zur wegweisenden Beschilderung des Radverkehrs (HBR Brandenburg)

    Handbuch für alle Träger von Radwegen in Brandenburg

  • Radfahren fördert Märkische Alleen

    Radwegeerlass

    In Zukunft können Alleen und Baumreihen an Brandenburger Straßen leichter gepflanzt werden. Dies besagt ein gemeinsamer Erlass, den Verkehrsminister Jörg Vogelsänger und Umweltministerin Anita Tack im Dezember 2011 unterzeichnet haben.

  • Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 im Land Brandenburg

  • Prognose zwischenörtlicher Radverkehre

    Ermittlung des Radverkehrspotentials im Land Brandenburg

Letzte Aktualisierung: 05.12.2017