Die zweite Etappe des Stadtumbaus (2010 bis 2016)

Auftakt- und Fachkonferenz Stadtumbau Ost II 2010 durchgeführt

Minister Vogelsänger in der Auftaktveranstaltung Auftakt mit Minister Vogelsänger © IRS

Das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost (Phase I 2002 bis 2009) startete 2010 in die zweite Etappe (2010 bis 2016). Landesweit waren 39 Städte aufgefordert worden, sich mit neuen oder fortgeschriebenen Stadtumbaustrategien im MIL um die Fördermittel zu bewerben. Für 22 Städte ist die Programmaufnahme in 2010 vorgesehen.

 

Priorität für den Stadtumbau

Angesicht der demografischen Entwicklung, insbesondere in der Peripherie des Landes, genießt der Stadtumbau im Land Brandenburg höchste Priorität. Der Schwerpunkt der Förderung liegt weiterhin in den am stärksten vom demografischen Wandel betroffenen Städten. Vorrang hat unverändert die Stärkung der Innenstädte.

„Erweiteter Stadtumbau“

Städtebauliche Missstände durch dauerhafte Wohnungsleerstände gefährden nicht nur in Kernstädten die Stabilisierung des Wohnungsmarkts, sondern auch, wenn sie sich in eingemeindeten Ortsteilen oder kleineren Nachbargemeinden der Stadtumbaustädte befinden. Deshalb fördert das MIL in Zukunft auch den Abriss - insbesondere von leerstehenden Plattenbauten - in den Ortsteilen von Stadtumbaustädten.

Programmaufnahme 2010

In das Programm aufgenommen wurden die bereits im Stadtumbau I geförderten Städte:

  • Brandenburg an der Havel
  • Calau
  • Cottbus
  • Eberswalde
  • Eisenhüttenstadt
  • Forst
  • Frankfurt (Oder)
  • Großräschen
  • Guben
  • Kyritz
  • Luckenwalde
  • Lübbenau
  • Prenzlau
  • Rathenow
  • Schwedt
  • Senftenberg
  • Spremberg
  • Vetschau
  • Wittenberge
  • Wittstock

Neu hinzu gekommen 2010 sind die Städte:

  • Perleberg
  • Pritzwalk

 
Gute Bilanz des Stadtumbau Ost I

Vortrag Herr Hilgen (BMVBS)Vortrag Herr Hilgen (BMVBS) © IRS

Der Stadtumbau I im Land Brandenburg war ein Erfolg. Am Stadtumbau bis 2009 waren 33 Städte beteiligt. Die Mittel für den Stadtumbau Ost I und die Altschuldenhilfeentlastung summierten sich in den Jahren 2002 bis 2009 insgesamt auf fast 550 Millionen Euro.

Wohnungsleerstand

Die Fortsetzung des Rückbaus leerstehender Wohnungen ist unabdingbar. Im Stadtumbau I wurden 190 Millionen Euro für den Abriss von 61.000 Wohnungen aufgewendet. 42 Wohnungsunternehmen kamen in den Genuss von insgesamt 199 Millionen Euro, die zum Abbau von Altschulden verwendet wurden.

2002 betrug der Leerstand im Land fast 160.000 Wohnungen. In den Stadtumbaustädten hat der Leerstand zwischen 2001 und 2008 um durchschnittlich 3,7 Prozent abgenommen. Die Wohnungsunternehmen und damit die Wohnungsmärkte der Stadtumbaustädte konnten stabilisiert werden. Rückbau gab es vor allem in Randlagen und Plattenbaugebieten.

Durch Überalterung und anhaltende Abwanderung wird laut Prognose der Leerstand bis 2020 wieder auf das Niveau von 2002 ansteigen. Nur durch umfangreiche und rechtzeitige Rückbauten – geschätzt wird ein Abriss von 33.000 Wohnungen - kann der drohende Leerstand wieder auf dem bisherigen Stand gehalten werden.

Leben in der (Innen-)Stadt

Redner mit MikrofonDiskussions- und Rückfragerunde © IRS

Durch die Fördermittel wurden die Innenstädte gestärkt und die Infrastruktur angepasst. 57 Prozent der Aufwertungsmittel wurden dort eingesetzt. So konnten zum Beispiel das Jahnschulviertel in Wittenberge und ein historisches Fabrikgebäude in der Altstadt von Wittstock zum Verwaltungsstandort umgebaut werden. Insbesondere bei der Anpassung der Infrastruktur sind beim Umbau Energieeinspar- und Klimaschutzmaßnahmen in einige Projekte integriert worden.

Dokumentation der Auftaktkonferenz

Die Dokumentation der Auftaktkonferenz am 16.06.2010 in Potsdam ist in der rechten Textbox abrufbar. Weiterhin steht Ihnen der Vortrag des Ministers Vorgelsänger als PDF zur Verfügung.


Externe Links

Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) im Auftrag des MIL



Bundestransferstelle Stadtumbau Ost