Analyse der Baumunfälle in Brandenburg

Baumunfälle auf Bundes- und Landesstraßen außerorts mit Getöteten 2008 bis 2010

Allee in Brandenburg © MIL

Der Anteil der in Brandenburg durch Baumunfälle Getöteten beträgt jährlich etwa 60 % aller auf Außerortsstraßen (ohne Bundesautobahnen) tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer. Der vorliegende Bericht stellt eine wissenschaftliche Analyse über ausgewählte Besonderheiten von Baumunfällen mit Getöteten im Straßenverkehr außerhalb von Ortschaften des Landes Brandenburg in den Jahren 2008 bis 2010 dar.

Unter Berücksichtigung einer aussagekräftigen Datengrundlage bezieht sich die Analyse ausschließlich auf Bundes- und Landesstraßen innerhalb von Brandenburg. Es wird insgesamt eine Datenmenge von 150 Baumunfällen betrachtet. Eine einheitliche Vergleichsgröße stellt hierbei die jeweilige Anzahl der Baumunfälle mit Getöteten dar.

Der Bericht diente als wissenschaftliche Grundlage für den Gemeinsamer Runderlass des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft und des Ministeriums des Innern zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Straßen mit angrenzendem dichten Baumbestand ohne vorgelagerte Fahrzeug-Rückhaltesysteme außerhalb geschlossener Ortschaften im Land Brandenburg vom   08. Juli  2011.  Mit einem Erlass hat das Infrastrukturministerium die Landkreise aufgefordert, in besonders gefährdeten Alleen oder Baum bestandenen Straßen Tempo 70 anzuordnen. Die Landesregierung verspricht sich davon einen Rückgang der noch immer zu hohen Zahl der Baumunfälle in Brandenburg und eine allgemeine Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen.