Radfahren fördert Märkische Alleen

Radwegeerlass

© LSIn Zukunft können Alleen und Baumreihen an Brandenburger Straßen leichter gepflanzt werden. Dies besagt ein gemeinsamer Erlass, den Verkehrsminister Jörg Vogelsänger und Umweltministerin Anita Tack  im Dezember 2011 unterzeichnet haben.

Nach dem Beginn der Gespräche zwischen Verkehrs- und Umweltressort im Jahr 2001 zu dem Thema „Vereinfachte Eingriffsregelung für Radwege“ ist es nunmehr gelungen ist, eine pragmatische Regelung bei dem Vollzug der Eingriffsregelung in Bezug auf den Bau von Radwegen zu treffen. Der Erlass wurde am 25.01.2012 im Amtsblatt für Brandenburg (Nr. 3) veröffentlicht und ist nunmehr in Kraft getreten.

Die Kompensationsverpflichtungen, die durch den Radwegebau entstehen, kön-nen jetzt gezielt in die Neuanlage von Alleen oder einseitigen Baumreihen an Verkehrswegen gelenkt werden. Dabei wird grundsätzlich je 50 qm versiegelter Fläche ein qualitativ hochwertiger Baum gepflanzt. So können einerseits Radwege schneller und einfacher gebaut werden und andererseits landschaftsprägende Alleen in Brandenburg angelegt werden.

Der Erlass trägt sowohl dem Landtagsauftrag zur Evaluierung der Alleenkonzeption 2007 „Volksinitiative nach Artikel 76 der Verfassung des Landes Brandenburg „Rettet Brandenburgs Alleen!““ (Drucksache 5/2233) als auch dem Landtagsauftrag „Radverkehr und Radtourismus fördern – Bau, Beschilderung sowie Pflege und Erhaltung von Wegen verbessern“ (Drucksache 5/1998-B) Rechnung.

Hier konnte nun erfreulicherweise eine vereinfachte und zukunftsweisende Regelung getroffen werden, die sowohl der Umsetzung der Alleenkonzeption in Brandenburg zum langfristigen Erhalt des Alleenbestandes dient, als auch die Realisierung von Radwegen für die umweltschonende Mobilität erleichtert. Dies dient gleichfalls der Steigerung der touristischen Attraktivität des Reiselandes Bandenburg. Diese Verfahrensweise könnte für andere Bundesländer beispielgebend sein.

Anlage

Gemeinsamer Runderlass des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft und des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz zur Anwendung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung bei der Errichtung von Radwegen