Arbeitsstellen auf Autobahnen

Arbeitsstellenmanagement

Arbeitsstellen auf Autobahnen © Hartmut910/pixelio.de

Das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung (BMVBS) hat im Mai 2011 einen „Leitfaden zum Arbeitsstellenmanagement auf Bundesautobahnen“ eingeführt. Damit soll ein wirksames Arbeitsstellenmanagement erreicht werden bei zugleich weitgehender Bereitstellung des Verkehrsraums und Wirtschaftlichkeit der Arbeiten. Seitdem wird der Leitfaden für Arbeitsstellen auf Autobahnen sowie mehrbahnigen Bundes- und Landesstraßen im Land Brandenburg angewendet.

Der Leitfaden enthält Vorgaben für die Planung und Durchführung von Arbeitsstellen kürzerer und längerer Dauer sowie ergänzende Hinweise zu den einschlägigen Regelwerken und Verfahrensweisen. Besondere Schwerpunkte sind die Bauzeitbemessung nach dem Bauzeitenkatalog und die Bewertung der verkehrlichen Auswirkungen durch Arbeitsstellen.

Die Vorgabe einer realistischen, knapp kalkulierten Bauzeit ist eine wesentliche Grundlage zur Minimierung der Verkehrsbeeinträchtigungen durch Baustellen und zugleich die Grundlage dafür, dass die grundsätzlich anzusetzende Baubetriebform 2 - alle Werktage unter Ausnutzung der Tageshelligkeit – auch zur Ausführung gelangt. Um kurze Bauzeiten auch realisieren zu können, nimmt die Gestaltung der Bauverträge eine Schlüsselfunktion ein.

Neben der Bewertung der verkehrlichen Auswirkungen sind bei der Planung von Autobahnbaustellen auch die Verkehrsführung und der Ausführungszeitraum sowie die Koordination aller Arbeitsstellen zu berücksichtigen.